Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Auf Instagram posiert Frau Wischhusen in Kostüm und mit lustigem Hut“ – „Den ‚badischen Fasching‘ gibt es gar nicht“

Baden-Baden, 30.01.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Boris Fernbacher Stellung zu dem goodnews4-Bericht OB-Wahlkampf-Kapriolen in Baden-Baden – CDU-OB-Favoritin Wischhusen: «Mein Fotoshooting war der Anfang von einem ganz neuen Kapitel in meinem Leben» – Folgt dem Playboy nun ein Covergirl?.

Der Fremdschämfaktor steigt täglich: Die von der CDU als OB-Kandidatin von Bremen nach Baden-Baden gelockte Lencke Wischhusen will den Baden-Badenern mit honigsüßen Bildern und Videos auf Social Media weismachen, wie verbunden sie mit unserer Region schon ist. Sie weilt ja auch bereits seit 4 langen Wochen mit Kind und Kegel in unserer schönen Stadt (ob sie ihre Wohnsitzverlegung auch mit einer Meldebescheinigung nachweisen kann?). Auf Instagram posiert Frau Wischhusen in Kostüm und mit lustigem Hut als Verschnitt von Greta Garbo oder Marlene Dietrich und verkündet, dass sie am Wochenende «auf Faschingsveranstaltungen» war und dabei den «badischen Fasching erlebt» habe.

 

Nicht nur mit dieser Aussage stellt sie ihre komplette Unwissenheit ins Schaufenster: Den «badischen Fasching» gibt es gar nicht. In München mag die fünfte Jahreszeit Fasching heißen, im Rheinland nennt man es Karneval, aber hier bei uns ist es die Fastnacht, Fasnacht oder Fasnet. Wer schon einmal den Fastnachtsumzug in Bühl mit seinen schwäbisch-alemannischen Hexenmasken sowie den Karneval in Köln mit seinen Funkenmariechen erlebt hat, dem ist klar, dass der Unterschied zwischen beiden nicht nur in einer unterschiedlichen Wortwahl liegt. Mit ihrer Bezeichnung unserer Fasnet als Fasching offenbart Frau Wischhusen wieder mal, dass sie von den kulturellen Traditionen unserer badischen Heimat Null Ahnung hat. Eine Oberbürgermeisterin, die unser Badnerland nicht kennt und so unbeholfen agiert, braucht Baden-Baden nicht. Ich rate Frau Wischhusen so schnell wie möglich wieder an die Nordsee zurückzukehren. Dort kann sie ja als Heringsbrötchen verkleidet am «Bremer Fasching» teilnehmen. Viel interessanter aber wäre noch die Frage, wer Frau Wischhusen berät: Etwa der CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Whittaker? Kennt er am Ende den Unterschied zwischen Fasching und Fasnet auch nicht? Das würde den Fremdschäm-Moment noch steigern. Darauf ein kräftiges Narri-Narro und nicht Kölle Alaaf.

Boris Fernbacher
Baden-Baden


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