Tarifkonflikt vorerst befriedet
Tarifergebnis für Mitarbeiter der Baden-Württembergischen Spielbanken – Tobias Wald hat einiges Porzellan zerschlagen – ver.di: „Verlorenen gegangenes Vertrauen wieder herzustellen“

Baden-Baden, 30.10.2026, Bericht: Redaktion Über die Streikaktion der Gewerkschaft ver.di war der aus Stuttgart nach Baden-Baden entsorgte Tobias Wald so erzürnt, dass er die Beherrschung verlor und die Polizei einschreiten musste. Dieser Vorfall liegt einige Zeit zurück. goodnews4.de berichtete.
Inzwischen muss der Ottersweierer einsehen, dass er sich als Vertreter eines staatlichen Unternehmens an einige Spielregeln halten muss. Dazu gehören auch die Rechte der Arbeitnehmer der Baden-Württembergischen Spielbanken. Über das Tarifergebnis mit einer Gehaltserhöhung und der Vereinbarung über «Verhandlungsregeln» für eine Mantelrunde berichten ver.di und die Baden-Württembergischen Spielbanken in unterschiedlichen Versionen.Die Pressemitteilung von ver.di vom 29. Oktober 2026 im Wortlaut:
Der Tarifkonflikt bei den baden-württembergischen Spielbanken wird mit einem Tarifergebnis für die Entgelte und einer Verabredung für die weiteren Verhandlungen zu einem neuen Tarifwerk vorerst befriedet. Die ver.di Tarifkommission hat den Verhandlungsstand für die Gehälter, der eine monatliche Erhöhung um 230 Euro rückwirkend ab 1. Januar vorsieht, angenommen, unter der Bedingung, dass diese Erhöhung bis zum Abschluss eines neuen Gesamt-Tarifwerks gesichert ist.
Für die weiteren Verhandlungen gibt es eine Zusage, dass der Aufsichtsrat verbindlich einbezogen wird. Dies war eine zentrale Forderung von ver.di, weil ein bereits erzielter Abschluss vom 5. Juni kurz danach vom Aufsichtsrat wieder kassiert worden ist. Das Ergebnis hatte ver.di im Juni erreicht, nachdem am 30. Mai der erste Warnstreik in der Geschichte der hundertprozentigen Landestochter stattgefunden hatte.
Frank Hawel, ver.di Verhandlungsführer: «Mit diesem Kompromiss können wir gut in die Verhandlungen über ein neues Gesamt-Tarifwerk gehen. Die Entgelterhöhungen sind gesichert bis zu einem neuen Abschluss und die Friedenspflicht endet am 1. Januar. Der Arbeitgeber ist jetzt gefordert, verlorenen gegangenes Vertrauen wieder herzustellen.»
Die Pressemitteilung der Baden-Württembergischen Spielbanken vom 29. Oktober 2026 im Wortlaut:
Tarifkommission nimmt Arbeitgeberangebot an: Wichtiger Schritt für den einheitlichen Tarifvertrag
Die Tarifkommission hat das von der Baden-Württembergischen Spielbanken GmbH & Co. KG vorgelegte Arbeitgeberangebot angenommen. Damit konnten die Gehaltstarifverhandlungen erfolgreich abgeschlossen und zugleich die Voraussetzungen geschaffen werden, die Arbeiten an einem neuen, einheitlichen Tarifvertrag für alle drei Standorte fortzusetzen.
Das angenommene Angebot sieht für alle tarifgebundenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine monatliche Sonderzahlung in Höhe von 230 Euro brutto auf Vollzeitbasis vor. Die Zahlungen gelten rückwirkend ab dem 1. Januar 2026. Die Sonderzahlung wird bis zum Abschluss eines neuen, einheitlichen Tarifvertrags gewährt. Darüber hinaus haben sich die Tarifparteien auf eine Friedenspflicht bis zum 1. Januar 2027 verständigt. Gleichzeitig soll die Arbeit an einem gemeinsamen Tarifvertragswerk für die Standorte Baden-Baden, Konstanz und Stuttgart unverzüglich wieder aufgenommen werden. Hierzu gehören insbesondere die Planung und Durchführung der vorgesehenen Workshops, in denen die Inhalte des zukünftigen Tarifvertrags gemeinsam erarbeitet werden.
Mit dem Abschluss der Gehaltstarifverhandlungen kann nun der gemeinsame Fokus auf die Ausarbeitung des neuen Tarifvertrags gelegt werden. Das Unternehmen sieht in dem erzielten Ergebnis einen wichtigen Meilenstein für die weitere Entwicklung der Baden-Württembergischen Spielbanken und ihrer Beschäftigten.
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