E-Mobilität

Eine Idee für die Stadtwerke Baden-Baden – Baustart für Freiburgs ersten Ultra-Schnellladepark

Eine Idee für die Stadtwerke Baden-Baden – Baustart für Freiburgs ersten Ultra-Schnellladepark
Vlnr: Hans-Martin Hellebrand, Susanne Baumgartner, Heiko Rüppel und Martin Haag beim Spatenstich. Foto: Badenova

Freiburg, 11.11.2021, Bericht: Redaktion Für Baden-Baden und seine Stadtwerke Baden-Baden könnte es eine Inspiration sein. Unsere Stadt ist zwar wesentlich kleiner als die Breisgaumetropole, aber Parallelen sind deutlich.

Wie Freiburg ist Baden-Baden eine Touristenstadt. Der Baubeginn des Ultra-Schnellladeparks ist ein Signal zu Gunsten des technologischen Wandels und der daraus resultierenden Verbesserung der Co2-Bilanz. Auch zu einem positiven, innovativen Image wird der Ultra-Schnellladepark beitragen. Im Herzen von Freiburg, an der B31/Schreiberstraße baut der regionale Energie- und Umweltdienstleister Badenova diesen Ultraschnellladepark für Elektrofahrzeuge. Badenova-Vorstand Hans-Martin Hellebrand, Freiburgs Baubürgermeister Martin Haag und Heiko Rüppel von Green Power Mobility trafen sich zum offiziellen Spatenstich.

In den letzten 15 Jahren konnte das Rathaus Baden-Baden außer einer Reihe von Luxuswohnungsbauprojekten kein aufsehenerregendes Projekt auf den Weg bringen. Die grüne Politik erschöpft sich bisher in allgemeinen Parolen. Ein Ultra-Schnellladepark wäre nicht nur für Touristen ein Argument, sondern auch für die Baden-Badener selbst, die keine Garage verfügen, um eine Ladestation einzubauen. E-Autos werden immer billiger und die Wirtschaftlichkeit größer. Es wäre der richtige Zeitpunkt, in Baden-Baden dem Beispiel von Freiburg zu folgen.

Die Erklärung von Badenova im Wortlaut:

Die Anschaffung eines E-Autos wird für viele Menschen immer attraktiver: Bei den Neuzulassungen waren es im ersten Halbjahr 2021 schon über 22 Prozent reinelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride – eine beachtliche Zahl, die weiter wachsen wird. «Die Zahlen belegen: E-Mobilität kommt im Alltag der Menschen an und sie sind immer mehr bereit, den Verbrenner in der Garage zu lassen oder ganz umzusteigen. Hierbei kommt der Ladeinfrastruktur eine Schlüsselfunktion zu. Deshalb freut es uns, dass wir in Freiburg bald unseren ersten Schnellladepark eröffnen können. Von ihm versprechen wir uns auch eine Signalwirkung weit über die Region hinaus», sagt badenova Vorstand Hans-Martin Hellebrand, der selbst begeisterter Elektromobilist ist. Mit der Anzahl der in Freiburg gemeldeten E-PKW steigt sowohl die Zahl der privaten Wallboxen als auch die der öffentlichen bzw. halb-öffentlichen Ladesäulen. Zirka 140 öffentliche Ladepunkte gibt es derzeit in Freiburg, 50 davon hat der regionale Energie- und Umweltdienstleister badenova errichtet. Etliche weitere Ladesäulen hat badenova für Unternehmen in der Region, darunter viele Autohäuser, Banken, Hotels und Gaststätten sowie den Europa-Park in Rust geplant und umgesetzt.

 

Zentrale Lage in Freiburg:
Die sehr zentrale Lage des Ladeparks ist sowohl für die in der Innenstadt wohnenden Elektromobilisten ein Gewinn, ebenso für den überregionalen Transitverkehrs und Touristen, die im Zentralbereich von Freiburg unterwegs sind. «Von allen Seiten, auch von der benachbarten Wiehre aus, ist der Ladepark verkehrstechnisch perfekt angebunden und einfach zu erreichen. Wir gehen davon aus, dass der Schnellladepark von Beginn an sehr gut angenommen wird», so Prof. Martin Haag, Baubürgermeister. Die Stadt fördert aktiv den Ausbau der E-Mobilität und ist schon früh selbst aktiv vorangegangen: Bereits 2018 wurde der städtische Fuhrpark mit Unterstützung von badenova und Elektro Ullmann auf einen vollständigen Elektro-Betrieb umgestellt. Zudem stellt die Stadt bei Interesse auch weiteren privaten Anbietern öffentliche Flächen für die Installation von allgemein zugänglicher Ladeinfrastruktur zur Verfügung.

Green Power Mobility als badenova-Partner:
Mit dem Bau des Ultraschnellladeparks wird am 10. November begonnen. Verantwortlich für die gesamte technische Infrastruktur und den reibungslosen Betrieb ist die Green Power Mobility Verwaltungsgesellschaft mbH. «Freiburg gilt als besonders klimabewusste Stadt – für uns ein idealer Standort, um unseren ersten Schnelladepark zu errichten», so Dr. Heiko Rüppel von Green Power Mobility aus Nordhausen. Das Unternehmen zeichnet sich dadurch aus, dass es mit Stadtwerken sowie den regionalen Akteuren kooperiert. Neben dem Freiburger Ladepark hat Green Power Mobility aktuell vier weitere im Bau, unter anderem auch in Baden-Württemberg in Empfingen, an der A81 gelegen. Für 2022 plant das Unternehmen bereits weitere 30 Ladeparks in Zusammenarbeit mit dem Ladesäulenhersteller EnerCharge GmbH aus Österreich.

Ladepark deckt breites Spektrum ab:
Der Freiburger Ladepark an der B31/Schreiberstraße wird ein breites Spektrum abdecken: Er bietet fünf Ladepunkte mit bis zu 360 kW Ultraschnellladeleistung für PKW, LKW und Busse sowie acht weitere Ladepunkte mit bis zu 22 kW Normalladeleistungen für PKW. Zusätzlich wird es Lademöglichkeiten für E-Bikes und E-Roller geben. Inbetriebnahme soll im Frühjahr 2022 sein. Die Ladezeiten an den Schnelladepunkten werden, abhängig vom PKW-Modell und dem Ladestand der Batterien, zwischen zehn und 30 Minuten betragen.

Für die Errichtung des ersten Freiburger Schnellladeparks haben badenova und Green Power Mobility ein eigenes Unternehmen gegründet, die Ladepark Südbaden GmbH & Co. KG. Das benötigte Grundstück hat die Stadt Freiburg zur Verfügung gestellt. Bezüglich Anordnung und der konkreten Ausgestaltung haben die Unternehmen eng mit der Stadt zusammengearbeitet. Nach der Fertigstellung wird der Ladepark offiziell im Rahmen einer Einweihungsveranstaltung im Frühjahr kommenden Jahres der Öffentlichkeit übergeben.

Mehr Infos zu E-Mobilität bei badenova unter www.badenova.de, dort «Elektromobilität».


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