Schranken schließen früher

Frösche ziehen durch Baden-Baden – Amphibienwanderung in der Solmsstraße

Frösche ziehen durch Baden-Baden – Amphibienwanderung in der Solmsstraße
Demnächst wandern die Amphibien wieder und die Solmsstraße ist länger gesperrt. Foto: Simone Stollenmaier / Stadt Baden-Baden

Baden-Baden, 11.02.2025, Bericht: Redaktion Jedes Jahr erinnern uns die archaischen Tiere daran, dass sie zuerst unterwegs waren auf der Welt und dann erst die Autos. «Die Teiche in der Parkanlage an der Solmsstraße zwischen der Klinik Dr. Dengler und dem Schloss Solms sind sehr bedeutende Amphibienlaichgewässer für Grasfrösche, Erdkröten, Molche und Feuersalamander», heißt es in einer Mitteilung der Stadt Baden-Baden.

Schon am 15. Februar beginnt die Wanderzeit und damit gelten auch wieder neue Schließzeiten für die Schranken in der Solmsstraße. «Um zu den beiden Teichen und den Kaskaden zu gelangen, müssen die Tiere dort die Straße überqueren. Amphibien wandern nachts und machen sich in der Dämmerung auf den Weg», erklärt das Rathaus zum Hintergrund der Maßnahme. Zu ihrem Schutz werde deshalb die Solmsstraße während der Wanderzeit vom 15. Februar bis 18. Mai schon ab 19 Uhr, statt ab 21 Uhr, gesperrt. Die Schranken an der Klinik Dr. Dengler und am Solmssee sind somit zwischen 19 und 9 Uhr geschlossen. Freiwillige Helfer des BUND sammeln in diesem Zeitraum die Tiere von der Straße und bringen sie sicher ins Laichgewässer.

 

«Letztes Jahr wurden die neuen Schranken mutwillig beschädigt. Deshalb kamen wieder Amphibien zu Tode und Helfer wurden gefährdet», beklagt das städtische Forstamt und appelliert deshalb nochmals ausdrücklich, «sich bitte künftig an die geänderte Verkehrsführung zu halten. Schließlich gilt diese Einschränkung ja nur für die begrenzte Zeit». Zudem «sind die Amphibienbestände, auch die der früher sehr häufigen Arten Grasfrosch und Erdkröte, in den letzten Jahren sehr stark zurückgegangen. Das ist auch in Baden-Baden deutlich erkennbar. Immer weniger Frösche und Kröten kommen zum Laichen in die Gewässer. Umso wichtiger ist es, dass die wenigen Tiere sich noch vermehren können.»




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