Vorsicht im Straßenverkehr
Gefährliche Liebe – Rehe im Liebesrausch – Bitte an Baden-Badener Autofahrer

Baden-Baden, 25.07.2025, Bericht: Redaktion Die Badischen Jäger appellieren an alle Verkehrsteilnehmer und bitten um Vorsicht im Straßenverkehr. In der Paarungszeit sind auch die Rehe etwas abgelenkt und unvorsichtig.
Bis Mitte August dauert das Liebesspiel noch, wissen die Jäger zu berichten.
Die Mitteilung der Badischen Jäger Baden-Baden Rastatt vom 23. Juli 2025 im Wortlaut:
In den Wäldern, auf den Wiesen und Feldern der Region sind derzeit besonders viele Rehe unterwegs. Der Grund: Die Paarungszeit – die sogenannte Blattzeit – hat begonnen. Noch bis Mitte August sind Rehböcke auf Brautschau und dabei alles andere als vorsichtig. Sie folgen ihren Instinkten und achten weder auf Tageszeit noch auf Verkehrswege. Für Auto- und Motorradfahrer bedeutet das eine erhöhte Unfallgefahr – auch am helllichten Tag.
«Viele Verkehrsteilnehmer unterschätzen die Wildwechselgefahr in dieser Jahreszeit. Die Rehböcke sind regelrecht blind vor Liebe – und die Geißen fliehen vor den Verehrern oft querfeldein, mit hoher Geschwindigkeit und ohne Rücksicht auf Straßen», so Kreisjägermeister Dr. Frank Schröder.
Rasante Verfolgungsjagden auch über den Asphalt
Das Wild ist in dieser Phase besonders aktiv – und das nicht nur in der Dämmerung. Rehböcke «treiben» die Geißen oft über mehrere Stunden hinweg durch ihr Revier. Diese Verfolgungsjagden führen auch über Felder, Wege und Straßen – mitunter mitten durch den Verkehr. Dabei kommt es nicht selten zu gefährlichen Situationen. «Besonders in den frühen Morgenstunden und in den Abendstunden steigt das Risiko für Wildunfälle deutlich», so Frank Schröder.
Die Kitze warten im Gras – Mütter bitte schützen
Während der Paarung lassen die Geißen ihre im Mai oder Juni geborenen Kitze im hohen Gras zurück. Für das Überleben der Jungtiere ist es lebenswichtig, dass die Muttertiere unversehrt bleiben. Die Badischen Jäger appellieren daher auch an Hundehalter: Bitte Hunde anleinen und auf den Wegen bleiben, um das Wild nicht zusätzlich zu beunruhigen.
Was Autofahrer jetzt beachten sollten:
- Gefahrenzonen erkennen: Besonders vorsichtig fahren an Waldrändern, Feldern, unübersichtlichen Kurven und in Waldstücken.
- Geschwindigkeit anpassen: Bereits eine Reduktion von 100 auf 80 km/h kann den Bremsweg um bis zu 25 Meter verkürzen.
- Auf Nachzügler achten: Rehe sind selten allein unterwegs. Wenn eines auftaucht, folgt meist ein weiteres.
- Richtig reagieren: Bremsen, Fernlicht ausschalten (um das Tier nicht zu blenden), hupen – so lässt sich ein Wildunfall oft vermeiden.
Wenn es dennoch zum Unfall kommt:
- Kontrolliert bremsen: Lieber bremsen als unkontrolliert ausweichen. Das Lenkrad dabei fest und gerade halten.
- Unfallstelle sichern: Warnblinker an, Warnweste tragen, Warndreieck aufstellen.
- Unfall melden: Polizei (110) oder bekannten Jagdpächter informieren.
- Tier nicht anfassen oder verfolgen: Verletztes Wild kann gefährlich reagieren. Jäger sind mit speziell ausgebildeten Hunden im Einsatz, um verletzte Tiere schnell zu finden.
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