Grüne machen sich für Bahnstrecke stark – Bühl-Rheinmünster soll wieder aktiviert werden

Bühl/Rheinmünster, 02.05.2019, Bericht: Grüne Gute Nachrichten aus Stuttgart gab es gestern für den Wahlkreis 33. Die Güterbahnstrecke Bühl-Rheinmünster (Stollhofen) wurde in die Liste der 41 möglichen Reaktivierungsstrecken des Landes aufgenommen.

Konkret bedeutet dies, dass die Wiedereinführung der Personenbeförderung auf der 9,9 km langen Strecke überprüft wird. Als nächster Schritt werden die ausgewählten Strecken nun bis Ende 2020 auf ihr Fahrgastpotential sowie die erforderlichen Investitionen untersucht. Am Ende bleiben voraussichtlich 15 Strecken übrig. Wenn die kommunale Seite sich für eine Reaktivierung entscheidet, können Fördermittel vom Land beantragt werden. Der Personenverkehr auf dieser Strecke wurde 1970 stillgelegt.

«Ich freue mich, dass diese Schienenstrecke in die Auswahl des Verkehrsministeriums gekommen ist und eine Förderung des Ausbaus durch das LGVFG (Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) winkt. Ich setze mich dafür ein, alle kommunalen Kräfte für die Reaktivierung zu bündeln, und die nächsten Schritte für die Wiederinbetriebnahme zu gehen,» betont die grüne Landtagsabgeordnete Bea Böhlen.

Manuel Hummel, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag Rastatt, erinnert daran, dass die Grünen bereits im März 2006 die Strecke zusammen mit dem damaligen verkehrspolitischen Sprecher im Landtag, Boris Palmer, auf einer Güterlok abgefahren haben. «Das ist ein großer Erfolg und bestätigt unsere Sichtweise, dass vorhandene Strecken auch genutzt werden müssen.» Er führte aus: &lquo;Der Ausbau der Murgtalbahn hat doch bewiesen, dass gerade für den ländlichen Raum der Ausbau des Schienenpersonenverkehrs einen enormen Gewinn an Attraktivität mit sich bringt.»

«Das Fahrgastpotential auf der Strecke Bühl-Rheinmünster ist hoch», so Christian Knäbel, Sprecher der Grünen in Rheinmünster. Für die Schülerinnen und Schüler sowie zahlreichen Pendlerinnen und Pendler, die in Bühl arbeiten, wäre diese Strecke eine echte Alternative zum Auto und von hohem volkswirtschaftlichem Nutzen. «Wichtig ist auch, dass wir grenzüberschreitend denken. Bei einer Reaktivierung wäre die Einrichtung eines Shuttlebusses für die Pendler aus Frankreich (Rheinfähre Greffern) zur Bahn die logische Folge. Mit dieser Bahnverbindung können wir Straßen und Umwelt entlasten und eine rentable Strecke etablieren – ein echter Gewinn für die gesamte Region», so Bea Böhlen. Abschließend sagte sie: «Auch der Bahnanschluss des Baden Airparks muss nun intensiv geprüft werden, damit wir weitere attraktive Nahverkehrsverbindungen in Mittelbaden schaffen.»


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