"Handlungsbedarf festgestellt"
Nach Bestandsprüfung fallen mehr Bäume an L77

Rastatt, 04.08.2021, Bericht: lra Nachdem erneut ein Baum im Bereich der L77 an der Bahnstrecke bei Rastatt umgefallen war, haben Vertreter des Landratsamts Rastatt den dortigen Baumbestand überprüft. Beteiligt waren das Straßenbauamt, das Forstamt, die Untere Naturschutzbehörde sowie die Stadt Rastatt und ein ehrenamtlicher Naturschutzbeauftragter des Landkreises Rastatt.
«Bei der Begehung wurde erneut deutlich, dass der Umfang des Rückschnitts vom vorvergangenen Wochenende erforderlich war», so Dezernent Mario Mohr. Verstöße gegen den Artenschutz stellte die Naturschutzbehörde nicht fest.
Seit dem Baumsturz in der vergangenen Woche ist die Karlstraße aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die verbliebenen Bäume wurden daraufhin gutachterlich bewertet, wobei weiterer Handlungsbedarf festgestellt wurde. Da die Bruch- und Standsicherheit mehrerer noch vorhandener Bäume nicht gegeben ist, müssen weitere sechs Bäume kurzfristig entfernt werden. Um auch langfristig die Sicherheit des Verkehrs und der Anwohner zu gewährleisten, folgt zudem ein weiterer Rückschnitt außerhalb der gesetzlichen Schonfrist im Herbst.
Durch Stockausschlag kann bereits im nächsten Frühjahr mit einer natürlichen Wiederbegrünung des Areals gerechnet werden, sodass Lebensstätten für Heckenbrüter und weitere Arten zur Verfügung stehen werden. Auch der Sichtschutz zur L77a wird dadurch in ein bis zwei Jahren wieder gewährleistet sein. Darüber hinaus wurde über eine aktive Wiederbepflanzung der Fläche beraten. Die Behörden einigten sich auf das Pflanzen einer Baumreihe aus standortgerechten gebietsheimischen Gehölzen wie Feldahorn oder Linde, die robust und unter den hiesigen Bedingungen weniger anfällig für Schädlingsbefall und Krankheiten sind als die abgängigen Robinien.
Zusätzlich wird die Stadt Rastatt die Saumbereiche zur Karlstraße mit Gebüschen bepflanzen und somit den Sichtschutz unterstützen.
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