Erfolgreiche Ausstellung endet am Sonntag

70.000 Besucher im Museum Frieder Burda – Korallen-Kunstprojekt „offenbar die richtige Ausstellung zur richtigen Zeit“

70.000 Besucher im Museum Frieder Burda – Korallen-Kunstprojekt „offenbar die richtige Ausstellung zur richtigen Zeit“
Das Baden-Badener Korallenriff soll nach Ausstellungsende auf Reisen gehen. Foto: Archiv

Baden-Baden, 23.06.2022, Bericht: Redaktion Viele Besucherinnen und Besucher haben an dieser Ausstellung selbst mitgewirkt, heißt es aus dem Museum Frieder Burda. Mit gehäkelten Korallen wollten das Museum und die Künstlerschwestern Wertheim auf die Zerstörung der Korallenriffe aufmerksam machen.

Das Museum zählte 70.000 Menschen, die das Baden-Badener Museum für die Ausstellung «Margaret und Christine Wertheim. Wert und Wandel der Korallen» besuchten. Am Wochenende geht die Ausstellung nun zu Ende. «Am Samstag und Sonntag, jeweils von 14 bis 15 Uhr, gibt es eine Katalogsignierstunde mit der eigens aus Kalifornien noch einmal angereisten Künstlerin Margaret Wertheim&rauqo;, kündigt das Museum Frieder Burda ein letztes Highlight der Ausstellung an.

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«Offenbar die richtige Ausstellung zur richtigen Zeit: Die Korallen-Präsentation hat nicht nur den zahlreichen Gästen große Freude bereitet, sondern unserem ganzen Team, allen voran den beiden Künstler-Schwestern mit ihren zahlreichen Helferinnen. Gerade in dieser Zeit war es eine wunderbare Motivation, zu sehen, wie Menschen aus allen Generationen und allen gesellschaftlichen Schichten die klassische Schwellenangst eines Museums überwinden konnten und oftmals sehr spontan und emotional von den Korallen im Museum angezogen wurden», wird Direktor Henning Schaper in der Mitteilung des Museums zitiert. «Unter den Besuchern war mit Sicherheit auch die Mehrheit aller 4.000 Korallen-Häkler:innen, die an unserem Aufruf mitgemacht und insgesamt 40.000 selbst gehäkelte Korallen eingesandt hatten. Sie alle sind gekommen, um ihre Korallen zu entdecken. Wie viele andere Besucher:innen auch brachten sie gleich ihre ganze Familie oder auch ihre eigens gegründeten Häkel-Kreise mit. Das Ergebnis: Ein lebendiges Haus mit vielen positiv gestimmten Gästen. Zahlreiche Dankes-Emails, Posts und Selfies erlaubten einen neuartigen intensiven Dialog mit den Gästen», freut sich Henning Schaper.

 

Die Ausstellung wurde von Veranstaltungen, wie Gesprächsrunden mit Experten zum Thema Bedrohung der Weltmeere, begleitet. Eine gemeinsame Spendenaktion mit der EnBW für den Umwelt- und Meeresschutz brachte 20.000 Euro ein. Auch das Atelier der Meere im benachbarten Museum LA8 sei positiv aufgenommen worden. Dieser «ausstellungsbegleitende Kreativraum» bleibe deshalb noch über das Ausstellungsende hinaus bis zum 14. August geöffnet, «um insbesondere Schulklassen kurz vor Ende des Schuljahres ein attraktives Ausflugsziel zu bieten».

Das neu entstandene Baden-Baden Satellite Reef soll nun auch an anderen Orten zu sehen sein. «Wir freuen uns sehr, dass speziell die in Baden-Baden entstandenen Korallen-Riffe nun weiter an andere Ausstellungsorte reisen. Auf jeden Fall werden einige Module wie die neu entwickelten Wand-Friese in den festen Sammlungspool der beiden Schwestern eingehen, so schön und außergewöhnlich wurden sie von den beiden Künstlerinnen befunden», so Henning Schaper abschließend. «Jetzt geht es darum, die neu gewonnenen Zielgruppen als unsere neue, eingeschworene Fangemeinde für das Museum zu halten. Eine Herausforderung, der wir uns gerne stellen.»


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