Abi 2025
Baden-Badener Abiturienten feiern in Kuppenheim – Fast die Hälfte mit einer Eins vor dem Komma

Baden-Baden, 18.07.2025, Bericht: Redaktion Von einer «gelungenen Abiturfeier» ist in einer Mitteilung des Baden-Badener Rathauses die Rede und, dass die «festlich dekorierte Veranstaltungshalle in Kuppenheim den geeigneten Rahmen» dafür geboten habe.
Nach neun Jahren im Markgraf-Ludwig-Gymnasium in Baden-Baden durften oder mussten die Abiturienten den Abschluss ihrer Gymnasiasten-Laufbahn im schönen Nachbarstädtchen Kuppenheim feiern. Für die Erinnerung und die Identifikation mit der Stadt, in der sie zur Schule gingen, keine passende Dramaturgie. Ob in der Kongress- und Veranstaltungsstadt Baden-Baden keine Location zu finden war, teilte das Rathaus nicht mit. Zu feiern gab es jedenfalls einiges für die Schüler. So etwa, dass fast die Hälfte der MLG-Abiturienten einen Abschluss mit einer Eins vor dem Komma gemacht hat. Längst ist das Abi zum Standard-Schulabschluss geworden. Das Statistische Bundesamt nennt 34 Prozent aller Schüler, die eine Hochschulreife erwerben, aber nur noch 15 Prozent mit einem Hauptschulabschluss. Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2021.
Die Mitteilung aus dem Rathaus Baden-Baden vom 17. Juli 2025 im Wortlaut:
Die sehr festlich dekorierte Veranstaltungshalle in Kuppenheim bot den geeigneten Rahmen für eine gelungene Abiturfeier des Jahrgangs 2025 des Markgraf-Ludwig-Gymnasiums (MLG). Der Abend begann mit einem Sektempfang, der von der Big Band des MLGs begleitet wurde, und der Rede des Schulleiters. Marco Kuhn bezog sich dabei auf Tsitsi Dangarembga, Preisträgerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2021, die Mut zum Handeln mache. So machte der Direktor darauf aufmerksam, dass die jungen Erwachsenen nie die Hoffnung verlieren dürfen, und verglich das Leben mit einer Süßigkeitentüte. Das Leben halte nicht nur die süßen Seiten bereit – es gebe Bitteres, manches sei gesalzen und einiges stoße einem im Leben auch sauer auf. Wichtig sei es, sich von diesen Unwägbarkeiten nicht vom rechten Weg abbringen zu lassen. So bliebe immer die Hoffnung, dass man mit seinem Handeln das eigene Leben und damit auch das Leben des Gegenübers beeinflussen könne.
Nach dieser emotionalen Rede wurde die Hoffnung auf ein leckeres Buffett nicht enttäuscht. Nach dem Hauptgang nahmen dann die – ab dem heutigen Tag – ehemaligen Schülerinnen und Schüler ihr Abiturzeugnis entgegen und alle, die in einem Fach besondere Leistungen erzielt hatten, erhielten einen Preis. Es wurden aber nicht nur schulische Leistungen geehrt, sondern auch soziales Engagement fand Eingang in die Preisvergabe. Besonders geehrt wurden Luis Bathelt und Manuel Mechnich, die ihr Abitur mit der Traumnote 1,0 abschließen konnten. Beide werden von Seiten der Schule auch für ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes vorgeschlagen.
Herausragende Leistungen mit einem Abiturschnitt von 1,6 und besser erreichten folgende Schülerinnen und Schüler, die damit auch ein e-Fellows.net-Stipendium erhalten:
Luis Bathelt (1,0), Manuel Mechnich (1,0), Luis Hnatiuk (1,2), Eliah Bähr (1,2), Nathalie Szeip (1,2), Rebecca Leiber (1,3), Anna Leuchtner (1,3), Vincent Oetzmann (1,3), Julia Hatz (1,4), Hannah Eckstein (1,4), Anna Zangl (1,4), Luisa Höll (1,4), Maika Wieland (1,5), Maja Schäfermeyer (1,5), Anne Strohmeier (1,5), Nina Hild (1,5), Nina Burkart (1,5) und Lia Zipse (1,6).
48 Prozent aller Schülerinnen und Schüler hatten eine Eins vor dem Komma und so konnte der Abiturjahrgang insgesamt mit einem herausragenden Abiturschnitt von 2,0 glänzen.
Die Abiturrede von Seiten der Schülerschaft, die mit dem Scheffelpreis für besonders hervorragende Leistungen im Fach Deutsch verbunden ist, hielt Julia Hatz. In ihrer Rede blickte die Abiturientin auf die vergangenen Schuljahre zurück und hinterfragte von höchst unterschiedlichen Seiten den Begriff «Erfolg». Auch aus dieser Rede sprach die Zuversicht.
Der Abend, durch den Julia Hatz und Eliah Bähr galant führten, war aber nicht nur von Reden geprägt – das Dessert waren nicht nur süße Speisen, sondern auch musikalische Beiträge und der Abifilm. Im Anschluss ließen es die Abiturientinnen und Abiturienten krachen und feierten mit ihren ehemaligen Lehrkräften noch bis in den frühen Morgen hinein.
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