Aus dem Rathaus Baden-Baden

Die vielleicht größte Baden-Badenerin – Soirée zum 200. Geburtstag von Pauline Viardot im Theater

Die vielleicht größte Baden-Badenerin – Soirée zum 200. Geburtstag von Pauline Viardot im Theater
Theater Baden-Baden. Foto: Archiv

Baden-Baden, 13.10.2021, Bericht: Rathaus Zum 200. Geburtstag von Pauline Viardot-Garcia haben Beatrix Borchard und Miriam-Alexandra Wigbers einen umfangreich kommentierten Band herausgegeben, in dem der Briefwechsel zwischen Pauline Viardot-Garcia und Julius Rietz veröffentlicht wird: «Pauline Viardot-Garcia – Julius Rietz. Der Briefwechsel 1858–1874».

In einer Soiree im Baden-Badener Theater am Dienstag, 19. Oktober, 20 Uhr, wird der Briefwechsel von einer Schauspielerin und einem Schauspieler sowie den beiden Herausgeberinnen vorgestellt, umrahmt mit Musik von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Robert Schuman, Julius Rietz und Pauline Viardot. Der Briefwechsel wird vorgetragen von Michaela Lenhart und Sebastian Mirow vom Theater. Begleitung durch Miriam Alexandra (Sopran), Claus Temps (Bass-Bariton), Ira Maria Witoschynskyj und Heike Bleckmann am Klavier. Es moderieren Beatrix Borchard und Miriam-Alexandra Wigbers. Tickets sind erhältlich beim Ticketservice in den Kurhaus-Kolonnaden Telefon 07221/ 275233, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! sowie unter www.theater-baden-baden.de und an der Abendkasse eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

 

Und wo verbirgt sich der Sprengstoff? Unermüdliche Arbeitslust, universelle Musikalität, Leichtigkeit, Witz und Humor kennzeichnen eine der einflussreichsten Musikerinnen des 19. Jahrhunderts. Pauline Viardot-Garcia (1821-1910) war Sängerin, Gesangslehrerin, Komponistin, Arrangeurin, Pianistin, Organistin, Volksmusiksammlerin, Herausgeberin und Veranstalterin. In allem, was sie tat, verknüpfte sie unterschiedliche Kulturen und musikalische Sprachen miteinander. Sie war eine wahrhaft europäische Erscheinung, ganz im Gegensatz zu ihrem Briefpartner: Der Cellist, Dirigent, Komponist und Herausgeber Julius Rietz (1812–1877) war Leiter des Gewandhausorchesters in Leipzig und sehr einflussreich im deutschen Musikleben. Mächtig und mürrisch, war ihm selten zum Lachen zumute. Er fühlte sich verkannt. Der Briefwechsel zwischen diesen beiden so unterschiedlichen Menschen, der im Dezember 1858 nach Auftritten Pauline Viardot-Garcias im Gewandhaus heftig entflammte, ist eine Schatzgrube, die jede Menge Sprengstoff birgt.


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