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Ein Gedicht zum Wochenende – „Solang man nüchtern ist" von Johann Wolfgang von Goethe

Ein Gedicht zum Wochenende – „Solang man nüchtern ist" von Johann Wolfgang von Goethe
Foto: Archiv

Baden-Baden, 12.10.2024, Bericht: Redaktion Diese kleine goodnews4-Serie hilft vielleicht zu erkennen, dass nichts so flüchtig ist wie die tägliche Nachricht.

Ein kleines Gedicht zur Inspiration, vielleicht auch zum Sinnieren und gelegentlich auch zum Schmunzeln. Ausgesucht von Christian Frietsch.

Solang man nüchtern ist

Solang man nüchtern ist,
Gefällt das Schlechte;
Wie man getrunken hat,
Weiß man das Rechte;
Nur ist das Übermaß
Auch gleich zuhanden:
Hafis, o lehre mich,
Wie du's verstanden!

Denn meine Meinung ist
Nicht übertrieben:
Wenn man nicht trinken kann,
Soll man nicht lieben;
Doch sollt ihr Trinker euch
Nicht besser dünken:
Wenn man nicht lieben kann,
Soll man nicht trinken.

Johann Wolfgang von Goethe

Deutscher Dichter, Politiker und Naturforscher

Geboren: 28. August 1749 in Frankfurt am Main
Gestorben: 22. März 1832 in Weimar




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