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Vortrag mit Filmausschnitten

Filmvortrag Museum Frieder Burda - Einfluss des Expressionismus auf den deutschen Film

Filmvortrag Museum Frieder Burda -  Einfluss des Expressionismus auf den deutschen Film
Die Werke der expressionistischen Künstlergruppe „Brücke“ sind noch bis 24. März im Museum Frieder Burda zu sehen. Foto: goodnews4-Archiv

Baden-Baden, 10.01.2019, Bericht: Museum Frieder Burda Die farbenfrohen Werke der expressionistischen Künstlergruppe «Brücke» werden noch bis 24. März im Museum Frieder Burda präsentiert. Im Rahmen der Ausstellung findet am 16. Januar ein Filmvortrag mit Bernd Künzig statt.

Der Expressionismus ist eine doppelte Einflusskunst. Zum einen wurde dieser Stil der ersten Dekade des 20. Jahrhunderts von verschiedenen Strömungen der bildenden Kunst oder der außereuropäischen Kunst inspiriert und geprägt, zum anderen übte er selbst Einfluss aus auf andere Kunstformen wie die Literatur, die Musik, das Theater oder eben auch die Kunst der bewegten Bilder.

Der Einfluss des Expressionismus auf den deutschen Film nach dem ersten Weltkrieg ist dabei erheblich, wenngleich fast schon mit etwas Verspätung, denn der bildnerische Expressionismus war hier schon in seiner Endphase. Auch geschieht die filmische Rezeption dieser bildkünstlerischen Manifestation unter durchaus anderen Vorzeichen. Es entsteht das, was die Filmhistorikerin Lotte Eisner in einem legendär gewordenen Buch über den deutschen Stummfilm als «Dämonische Leinwand» bezeichnet hat. Mit noch größerem historischen Abstand, nämlich dem der Erfahrung des Nationalsozialismus, des Exils und des zweiten Weltkriegs, erkannte der Soziologe und Schriftsteller Siegfried Krakauer in diesem Un-Heimlichen geradezu eine Prophetie: «Von Caligari zu Hitler» hieß seine Schrift zum deutschen Stummfilm, in dem die bewegten Bilder auf der Leinwand eine abgründige historische Realität erfahren sollten.

Wie der Expressionismus als Stil im deutschen Stummfilm in Erscheinung tritt, stellt der Filmkenner und Musikwissenschaftler Bernd Künzig mit Ausschnitten aus Robert Wienes «Das Cabinet des Dr. Caligari», Robert Reinerts «Nerven», Arthur Robisons «Schatten» und Fritz Langs «Metropolis» vor.

Der Vortrag mit Filmausschnitten findet am Mittwoch, 16. Januar, um 18 Uhr im Museum Frieder Burda statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro. Um Anmeldung wird gebeten unter Telefon 07221 398980 oder Email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .


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