Aus dem Rathaus Gaggenau

Flugzeugabsturz 29. Juli 1944 – Ausstellung in Gaggenau „Nie wieder Krieg“ auf dem Friedhof

Flugzeugabsturz 29. Juli 1944 – Ausstellung in Gaggenau „Nie wieder Krieg“ auf dem Friedhof
„Die Ausstellung hat leider zeitlosen Charakter“, stellt Bürgermeister Andreas Paul bei der Eröffnung fest. Foto: Daniela Körner/Stadt Gaggenau

Gaggenau, 12.06.2024, Bericht: Redaktion Der Anlass einer Ausstellung in Gaggenau ist spektakulär und traurig. Eindringlich mahnen die Texte und Motive auf den «Soldatenbrettern» der Künstlerin Bali Tollak. Die Botschaft der gleichnamigen Ausstellung ist eindeutig: «Nie wieder Krieg».

Bürgermeister Andreas Paul eröffnete die Ausstellung am Dienstag auf dem Friedhof in Oberweier. «Ich finde, die kunstvoll gestalteten, bemalten und mehrsprachigen Soldatenbretter passen sehr gut zur Gedenkstätte für die Gefallenen der beiden Weltkriege hier auf dem Friedhof», erklärte er und dankte dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge auch im Namen des Oberbürgermeisters Michael Pfeiffer für die Bereitschaft, die Ausstellung bis zum 27. Juni in Oberweier zu zeigen. «Wir alle wissen, wie sehr die Welt an vielen Orten aus den Fugen ist, so dass eine Ausstellung wie diese leider zeitlosen Charakter hat», verwies er darauf, dass die Auseinandersetzung der Künstlerin mit dem Ersten Weltkrieg an Aktualität nichts verloren hat.

 

«Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge bettet jedes Jahr etwa 25.000 Kriegstote um und gibt ihnen den Namen zurück und ein Grab», erläuterte Volker Schütze, Geschäftsführer des Bezirksverbandes Nordbaden. «Wir leisten einen aktiven Beitrag zur Völkerverständigung. Unser Ziel ist es, die Hand der Versöhnung auszustrecken.» Noch immer gebe es Anfragen von Menschen, die wissen wollen, was mit ihren Vorfahren passiert ist. «Es ist so wichtig, einen Ort der Trauer zu haben», so Schütze.

Die Idee, die Ausstellung «Nie wieder Krieg» zu zeigen, entstand im März beim Rundgang zum Flugzeugabsturz vom 29. Juli 1944 in Oberweier. Michael Beckert vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hatte Bürgermeister Paul angesprochen. Gabriele Doll, Leiterin des Standesamtes und der Friedhöfe, organisierte den reibungslosen Ablauf.




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