Am 3. April um 11:00 Uhr

"Herzensduette" im Baden-Badener Rathaus – Keine Satire, aber eine Erholung nach der OB-Wahl

"Herzensduette" im Baden-Badener Rathaus – Keine Satire, aber eine Erholung nach der OB-Wahl
Das renommierte Klavierduo Ljiljana Borota und Christian Knebel ist am 3. April im Alten Ratssaal des Rathauses zu hören. Foto: Stefan Mesitschek

Baden-Baden, 18.03.2022, Bericht: Redaktion Ob sich die Veranstalter mit großer Weitsicht um die Ereignisse zur OB-Wahl im Baden-Badener Rathaus sorgten, wird man kaum annehmen dürfen.

Dennoch trägt das Konzert «Herzensduette» der Reihe «Musik in (Baden-) Baden» am Sonntag, den 3. April, 11:00 Uhr, im Alten Ratssaal des Rathauses vielleicht etwas zur Erholung und Vergeistigung nach einem anstrengenden Wahlkampf bei.

Die Mitteilung aus dem Baden-Badener Rathaus im Wortlaut:

Unter dem Motto «Herzensduette» steht das Konzert Nr. 22 der Reihe «Musik in (Baden-) Baden» am Sonntag, 3. April, 11 Uhr, im Alten Ratssaal des Rathauses (Marktplatz 2). Zu hören sind eindrucksvolle Werke der Romantik für Klavier zu vier Händen mit dem in Baden-Baden wohlbekannten renommierten Klavierduo Ljiljana Borota und Christian Knebel. Neben drei der acht frühen Polonaisen von Robert Schumann steht Mendelssohns brillantes Duett A-Dur sowie drei seiner berühmten «Lieder ohne Worte», die er 1844 für Queen Victoria bearbeitete. Den Abschluss bilden die «Variationen über ein Thema von Robert Schumann» op. 23 von Johannes Brahms, ein tiefbewegendes Stück zum Andenken an den verstorbenen Freund und Mentor.

 

Das Herzstück des Konzerts bietet eine veritable musikalische Überraschung. Der 18-jährige Schumann schrieb 1828 kurz nach den Polonaisen ein weiteres ambitioniertes Werk für Klavier zu vier Händen: Variationen über ein Thema des Prinzen Louis Ferdinand von Preußen (1772-1806). Leider sind von Schumanns Variationen nur drei kurze fragmentarische Skizzen erhalten, die der Schumann-Forscher und -Preisträger Joachim Draheim zusammen mit einer vierhändigen Bearbeitung der Vorlage, des letzten Satzes aus dem Klavierquartett f-Moll op. 6 des Prinzen Louis Ferdinand, zu einer hypothetischen Ergänzung und Rekonstruktion der Variationen zusammengefügt hat. Ein Stück wunderbarer frühromantischer Musik wird somit hörbar gemacht und erlebt seine Uraufführung.

Die Moderation des Konzerts, einer Veranstaltung der Stadt Baden-Baden in Zusammenarbeit mit der Draheim-Stiftung „pro musica et musicis“ und dem Schuncke-Archiv, übernimmt Joachim Draheim. Der Eintritt ist frei. Konzertbesucher haben die aktuelle Corona-Verordnung zu Eintritt und Maskenpflicht zu beachten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


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