„Wege aus der Klimakrise“

Klimaschutz aber keine Sporthalle – Erster Umwelt- und Klimaschutztag am Gymnasium Hohenbaden

Klimaschutz aber keine Sporthalle – Erster Umwelt- und Klimaschutztag am Gymnasium Hohenbaden
Foto: Christina Heynen-Junker

Baden-Baden, 11.10.2024, Bericht: Redaktion Was macht eigentlich eine Klimaschutzmanagerin? Für die Stadt Baden-Baden ist für diese Aufgabe Sofia Morales Lang eingestellt worden. Eine Antwort auf die Frage nach den Aufgaben gibt eine Nachricht aus dem Rathaus.

In der vergangenen Woche referierte die Klimaschutzmanagerin im Gymnasium Hohenbaden, um «lösungsorientierte Wege aus der Klimakrise» zu entwickeln. Immerhin ist die Schule nun in Sachen Umwelt gut aufgestellt. Um eine Sporthalle für das Gymnasium kümmert sich aber seit Jahrzehnten kaum jemand im Baden-Baden Rathaus.

ZUM THEMA

“Eine

Eine Baden-Badener Schule wartet seit 80 Jahren auf eine Sporthalle – Gymnasium Hohenbaden erneuert Unterrichtsangebot

Die Mitteilung aus dem Rathaus Baden-Baden vom 10. Oktober 2024 im Wortlaut:

Vergangene Woche veranstaltete das Gymnasium Hohenbaden seinen ersten Umwelttag für die Klassen 6 bis 10. An diesem Tag setzten sich die Schüler klassenweise und altersgerecht in handlungsorientierten Workshops zuerst mit ihrem Fußabdruck und den Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Umwelt und das Klima auseinander, bevor sie in zwei Workshops lösungsorientierte Wege aus der Klimakrise kennenlernten, entwickelten und erkundeten.

 

Dazu holte das Team der Klimaschutzwerkstatt nicht nur externe Referenten, wie Kristina Schreier (Leiterin des Infozentrums Kaltenbronn), Sofia Morales Lang (Klimaschutzmanagerin der Stadt Baden-Baden), Martin Andreas (Energieagentur Mittelbaden) und zwei Fahrradmechaniker an Bord. Auch Schülerinnen der 11. Klasse und Lehrkräfte führten spannende Workshops in den Klassen durch.

Anfangs bestimmten die Schüler ihren ökologischen Fußabdruck als einen wichtigen Nachhaltigkeitsindikator, um die Fläche, die ein Mensch braucht, um seinen Bedarf an Ressourcen zu decken, sichtbar zu machen. Die Ergebnisse variierten zwischen einem Flächenverbrauch von zwei bis vier Erden, was zu viel ist, nahe am deutschen Durchschnitt liegt und bedeutet, dass mehr Ressourcen verbraucht werden, als die Erde regenerieren kann und damit auf Kosten zukünftiger Generationen gelebt wird. Ausgehend von dieser Problematisierung wurde altersgerecht das aktuelle Thema des menschengemachten Klimawandels erarbeitet, bevor dann alle Klassen in zwei verschiedenen Workshops Lösungen entwickelten, die den eigenen Fußabdruck verkleinern. Die Klasse 6 setzte sich zuerst mit dem Thema Klimaschutz und Ressourcen sparen auseinander.

Nachdem die Schüler Vieles zum Thema «Müll vermeiden» gelernt hatten, wurden sie aktiv und gingen in der Seufzer-Allee Müll sammeln. Die Siebtklässler lernten derweil mehr über die Beteiligungsmöglichkeiten in der Stadt Baden-Baden, entwickelten Ideen für den Klimaschutz am Hohenbaden und erkundeten anschließend mit Hilfe von Experimenten den Treibhauseffekt. Schwerpunkt war hier, zu verstehen, wie die Erderwärmung funktioniert und welchen Einfluss der Mensch darauf hat. In den beiden achten Klassen wurden zwei Workshops zu den Themen «Artenvielfalt, Artensterben» und «Ernährung und Klimaschutz» durchgeführt, bei welchen die Schüler zum einem über die schwindende Artenvielfalt und deren Folgen informiert wurden und zum anderen auch, welchen Einfluss die Ernährung auf das Klima hat. Sie lernten, wo und wie man ansetzen kann, um etwas zu verändern. Auf dem Weg zur «Fahrradfreundlichen Schule» lernten die Neuntklässler in einem Fahrradreparatur-Workshop, ihre Fahrräder mit einfachen Mitteln zu reparieren. Außerdem entwickelten sie gemeinsam mit Kristina Schreier anhand eines großen Wimmelbildes Wege aus der Klimakrise. Als krönenden Abschluss erarbeiteten sich die Zehntklässler mit Martin Andreas im Rahmen einer nachgestellten Gemeinderatssitzung zum Thema Windkraft in Baden-Baden, wie Fake News zum Thema Klima von echten Nachrichten unterschieden werden können.

Viele positive Rückmeldungen und entwickelte Ideen der Schüler zeigten, dass der Umwelt- und Klimaschutztag am Gymnasium Hohenbaden ein voller Erfolg war. Für alle, die diesen Tag inspirierend fanden, bietet sich die Möglichkeit, aktiv an der AG Klimaschutzwerkstatt, die Initiatorin dieses Tages war, teilzunehmen und die Ziele und damit das Hohenbaden nachhaltig mitzugestalten.




Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.