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Kommentar von Christian Frietsch

ZDF bestätigt Übertragung „Sportler des Jahres“ aus Kurhaus Baden-Baden – "Das Wichtigste aber: Corona hin, Pandemie her es wird die Veranstaltung Sportler des Jahres geben“

ZDF bestätigt Übertragung „Sportler des Jahres“ aus Kurhaus Baden-Baden – "Das Wichtigste aber: Corona hin, Pandemie her es wird die Veranstaltung Sportler des Jahres geben“
Trotz der Corona-Pandemie ist die Verleihung Sportler des Jahres für den 20. Dezember geplant. Foto: Archiv

Bild Christian Frietsch Kommentar von Christian Frietsch
10.12.2020, 12:00 Uhr



Baden-Baden Die 74. Auflage der Verleihung Sportler des Jahres 2020 soll trotz der Corona-Pandemie auf jeden Fall im Kurhaus Baden stattfinden. Gegenüber goodnews4.de bestätigte gestern Abend ZDF-Mitarbeiter Thomas Stange, dass die Veranstaltung mit der Übertragung im ZDF weiterhin für den Termin am Sonntag, 20. Dezember geplant ist.

Daran änderten offensichtlich die dramatischen Appelle von Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern im Bundestag nichts. Wieder soll aus dem Bénazet-Saal des Kurhauses übertragen werden.

Auch wenn diesmal auf die ausgewählten Promi-Gäste verzichtet wird, dürfte eine nicht geringe Zahl an Sportlern, Organisatoren und dem Tross des ZDF vor Ort sein. Auf der Homepage www.sportler-des-jahres.de ist eine selbstbewusste Nachricht zu lesen: «,Das Wichtigste aber: Corona hin, Pandemie her: Es wird auch in diesem Jahr, zum mittlerweile 74. Mal in Folge, die Veranstaltung Sportler des Jahres geben. Und der Medienpartner ZDF wird, wie seit vielen Jahren, an der Seite der ISK stehen und am 20. Dezember ab 22.15 Uhr in einer 75-minütigen Aufzeichnung berichten.» Die geplante Promi-Veranstaltung passt nicht nach ganz zusammen mit den erneuten Aufforderungen führender Politiker, die weitere Einschränkungen fordern.

Auch wenn diesmal die ausgewählte Prominenz im Bénazet-Saal nicht in die Kamera lächeln wird, passt diese Feier wohl eher nicht zu Lage. Nach der Übertragung des ZDF wird das Kurhaus Baden-Baden dann von den Realitäten eingeholt und die Maßnahmen zum Wandel in das Kreisimpfzentrum werden beginnen.

Die Mitteilung von «:Sportler des Jahres» im Wortlaut:

Aus dem Bénazet-Saal des Kurhauses, wird ein großes Studio. Die rund 750 Gäste, die sonst in jedem Jahr in Baden-Badens «guter Stube» vor Ort sind, werden draußen bleiben müssen. Es werde alles «auf kleiner Flamme und sehr demütig», wie es Klaus Dobbratz, Veranstalter und Chef der Internationalen Sportkorrespondenz (ISK) beschrieb, an diesem 20. Dezember 2020 werden. Das Wichtigste aber: Corona hin, Pandemie her: Es wird auch in diesem Jahr, zum mittlerweile 74. Mal in Folge, die Veranstaltung «Sportler des Jahres» geben. Und der Medienpartner ZDF wird, wie seit vielen Jahren, an der Seite der ISK stehen und am 20. Dezember ab 22.15 Uhr in einer 75-minütigen Aufzeichnung berichten.

Erneut mit dem «Mainzelmännchen-Duo» Katrin Müller-Hohenstein und Rudi Cerne als Moderatoren. Und erneut mit dem, was „das Original“ unter den Sportler-Ehrungen in jedem Jahr ausmacht: Mit vielen Emotionen. Mit Rückblicken, aber in diesem ganz besonderen Jahr ohne die ganz großen Sportevents auch mit einer Menge persönlicher Eindrücke und einem Erfahrungsschatz, den so vor Jahresfrist beim «19er Sportler» niemand erwarten konnte und musste.

Und deshalb werde bei der ersten reinen Online-Wahl zum Sportler des Jahres «nicht so sehr das Goldene Tor oder die schnellste Zeit über 800 oder 1500 Meter» zum Parameter der Wahl einer Sportlerin oder eines Sportlers werden. «Wir werden sicherlich Athletinnen und Athleten unter den Geehrten sehen, die unter diesen Umständen ganz Besonderes geleistet haben. Menschen, die sich aus eigener Kraft an den Haaren aus dem Sumpf gezogen und vielleicht für die Gesellschaft Großes im Kleinen geleistet haben.»( O-Ton Klaus-Dobbratz).

In genau die gleiche Kerbe haute bei der üblichen Vorab-Pressekonferenz im Hotel «Roomers» in Baden-Baden auch ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann: «Wir hätten es uns leicht machen können und sagen, die Veranstaltung fällt in diesem für den Sport verlorenen Jahr aus. Aber es gab auch ohne Olympische Spiele, ohne viele internationale und nationale Meisterschaften so viele tolle Leistungen einzelner Athletinnen und Athleten, dass wir es denen einfach schuldig waren, nicht auf diese große traditionelle Veranstaltung zum Ende des Jahres zu verzichten.» Die Sendung werde deshalb auch «mehr eine Reflektion über das vergangene Jahr» und ein Blick «in die Glaskugel» auf das, was 2021 kommen könne, werden.

Vor diesem Hintergrund berichteten 12 Tage vor der Veranstaltung im Kurhaus US-Open-Doppelsiegerin Laura Siegemund, der Weltjahresbeste im Speerwerfen (97,76 Meter) Johannes Vetter, der paralympische Kugelstoß-Weltrekordler Nico Kappel (14,30 Meter) und online zugeschaltet Bahnrad-Europameister Maximilian Levy von ihren persönlichen Erfahrungen in diesem von der Pandemie dominierten Jahr. Es war bewundernswert zu sehen und zu hören wie sie alle dennoch mit Freude und eisernem Willen trotz großer persönlicher wie globaler Einschränkungen zu großartigen Leistungen gefunden hatten.

Zugeschaltet aus Südafrika, wo sie sich seit langem aufhält, war Mountainbike-Legende Sabine Spitz, im vergangenen Jahr Gewinnerin des «Sparkassenpreises für Vorbilder im Sport.» Sie berichtete, wie sie Schulen und Vereine in der Nähe ihrer Heimat mit dem Geld, das sie als Preisträgerin erhalten hatte, unterstützt habe. «Gerade für den Nachwuchs sind ein solcher Preis und die Möglichkeit gezielter Förderung in diesen Zeiten ungeheuer wichtig.» Der Preis wird in diesem Jahr zum 29. Mal, vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband ausgelobt, auf der Kurhaus-Bühne verliehen. Hinzu kommen die Ehrungen der «Trainer des Jahres», gewählt vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), sowie des «Newcomers des Jahres»

Von der «Veranstaltung des Jahres» in ihrer Stadt sprach voller Bewunderung Nora Waggershauser, die Geschäftsführerin der Baden-Baden-Events GmbH. Sie sei «begeistert vom großen Willen der Veranstalter, das Event durch zu führen“ und betonte die Bedeutung der ZDF-Übertragung auch für die Stadt Baden-Baden.

Gebeten um eine Einschätzung ihrer eigenen Chance, auf der 59 Athletinnen und Athleten umfassenden Vorschlagsliste möglichst weit oben zu stehen, taten sich alle Beteiligten wie meist sehr schwer. Sicher waren sich nur alle: Es wird eine ganz besondere Show unter ganz besonderen Umständen am 20. Dezember im Kurhaus von Baden-Baden geben. Dann nämlich wird das Geheimnis gelüftet, wer die Nachfolger von Malaika Mihambo, Niklas Kaul und dem Skisprung-Team der Männer sind. Stimmberechtigt waren wie in jedem Jahr die mehr als 3000 Mitglieder des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS).


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