Mahnwache

Baden-Baden gedenkt Hiroshima – Mahnwache und schriftliche Botschaft von Oberbürgermeister Jung

Baden-Baden gedenkt Hiroshima – Mahnwache und schriftliche Botschaft von Oberbürgermeister Jung
Foto: Archiv

Baden-Baden, 04.08.2026, Bericht: Redaktion Am 6. und 9. August jährt sich der Atombombenabwurf der USA auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki zum 81. Mal, erinnert die Baden-Badener Aktivistin Christina Lipps.

Zu einer besonderen Mahnwache lädt die Baden-Badener Mahnwachengruppe für Freitag von 16 bis 17 Uhr an den Blumebrunnen in der Fußgängerzone hinter dem Leopoldsplatz ein.

«1945 war der bislang einzige Atombombeneinsatz in der Menschheitsgeschichte – mit den bekannten verheerenden Folgen: Allein bis Ende 1945 starb mehr als eine Viertelmillion Menschen – hauptsächlich Zivilisten – und über Hunderttausend weitere in den Folgejahren (Stand von 2024)», erinnert Christina Lipps. Dieses ungeheuerlichen Kriegsverbrechens erinnert die Baden-Badener Mahnwachengruppe wie in jedem Jahr. Da alle Bürgermeister Baden-Badens durch ihr Amt der weltweiten Bewegung der «Mayors for Peace», den Bürgermeister für den Frieden angehören, habe auch der neue Oberbürgermeister Thomas Jung eine Grußbotschaft entsandt. An einer persönlichen Teilnahme sei er dienstlich verhindert. «Diese Grußbotschaft wird verlesen und von eigenen Redebeiträgen und einem Gedicht- und Liedvortrag umrahmt», kündigt Christina Lipps an.

 

Die schriftliche Botschaft von Oberbürgermeister Thomas Jung, Mitglied der «Mayors for peace», für die Mahnwache der Anti-Atom-Initiative/Mahnwachengruppe Baden-Baden anlässlich des Jahrestags des Abwurfs einer US-amerikanischen Atombombe auf die japanische Stadt Hiroshima:

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 6. August gedenken wir der Opfer des Atombombenabwurfs auf Hiroshima. Drei Tage später folgte der Abwurf auf Nagasaki. Die unvorstellbaren Zerstörungen und das Leid der Menschen mahnen uns bis heute, den Frieden zu bewahren und uns für eine Welt einzusetzen, in der sich eine solche Katastrophe niemals wiederholt.

81 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist diese Botschaft aktueller denn je. Weltweit erleben wir neue Kriege, bewaffnete Konflikte und eine zunehmende Bedrohung durch atomare Aufrüstung. Umso wichtiger ist es, das Gedenken an Hiroshima und Nagasaki lebendig zu halten und daraus Verantwortung für Gegenwart und Zukunft abzuleiten.

Als Mitglied des internationalen Netzwerks «Mayors for Peace» bekennt sich unsere Stadt zu den Werten des Friedens, der Verständigung und der internationalen Zusammenarbeit. Gemeinsam mit tausenden Städten auf der ganzen Welt setzen wir ein sichtbares Zeichen für die Abschaffung von Atomwaffen und für eine Kultur des Dialogs. Denn nachhaltiger Frieden entsteht nicht durch Abschreckung, sondern durch Vertrauen, gegenseitigen Respekt und die Bereitschaft, Konflikte auf friedlichem Wege zu lösen.

Der Hiroshima-Tag erinnert uns daran, dass Frieden nicht selbstverständlich ist. Er beginnt im Kleinen – im respektvollen Miteinander, in der Bereitschaft zuzuhören und Brücken zwischen Menschen zu bauen. Gleichzeitig fordert er uns auf, auch auf internationaler Ebene Verantwortung zu übernehmen und uns für Menschenrechte, Völkerverständigung und eine friedliche Zukunft einzusetzen.

Lassen Sie uns gemeinsam der Opfer von Hiroshima und Nagasaki gedenken und zugleich ein Zeichen der Hoffnung setzen: für eine Welt ohne Atomwaffen, für Versöhnung und für einen dauerhaften Frieden.

In stiller Erinnerung

Thomas Jung
Oberbürgermeister




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