Anzeige

Bürgerinitiative gegen Windkraft in Baden-Baden

Bürgerinitiative „Windkraftfreies Grobbachtal“ zu brennender Windkraftanlage bei Lahr – „Große Gefahr für Einsatzkräfte, Waldgebiete und Trinkwasser“

Bürgerinitiative „Windkraftfreies Grobbachtal“ zu brennender Windkraftanlage bei Lahr – „Große Gefahr für Einsatzkräfte, Waldgebiete und Trinkwasser“
"Energiewende ja, aber Hände weg von sensiblen Waldgebieten" lautet daher das Fazit von Cornelia von Loga. Foto: goodnews4-Archiv

Baden-Baden, 09.02.2019, Bericht: Redaktion In einer schriftlichen Erklärung nimmt die Bürgerinitiative «Windkraftfreies Grobbachtal» Stellung zur Windkraftanlage bei Lahr, die Opfer eines Feuers wurde.

Die Erklärung der Bürgerinitiative «Windkraftfreies Grobbachtal» im Wortlaut:

Es brennt − und die Feuerwehr muss zuschauen. Nichts anderes blieb den Einsatzkräften übrig, als in der Nacht zu Freitag ein Windrad auf dem Langenhard bei Lahr wie eine Riesenfackel in Flammen stand. Sie konnten nicht mehr tun, als das Windrad «kontrolliert abbrennen» zu lassen und aufzupassen, dass die herabfallenden Teile nicht den umliegenden Wald entzünden und Menschenleben gefährden. Die Umgebung wurde im Umkreis von 500 Metern zur Brandstelle komplett gesperrt. Eines von drei Rotorblättern ist bereits brennend herabgefallen (Stand Freitagmittag), die anderen beiden Rotorblätter könnten folgen. Auf dem Langenhard ist dies bereits der zweite Brand eines Windrads, schon im September 2013 stand die Feuerwehr machtlos neben einer über mehrere Stunden lang brennenden Windkraftanlage.

Nicht auszudenken wäre ein solches Szenario auf den in Baden-Baden diskutierten Windenergie-Vorrangflächen Wettersberg und Hummelsberg, beide in hochsensiblen und geschützten Waldgebieten. Denn aufgrund der Höhe der neuesten Generation von Windkraftanlagen (bis zu 250 Meter) kann die Feuerwehr den Brand schlicht und einfach nicht erreichen. Mitten in unberührten Waldgebieten ist kein ausreichendes Löschwasser vorhanden, bei Trockenheit herrscht zudem extreme Waldbrandgefahr. Bei einem Brand von Windkraftanlagen verbrennen giftige Schweröle, Schmierstoffe sowie unterschiedlichste Kunst- und Verbundstoffe, aus denen die Rotorblätter gefertigt sind. Eine große Gefahr, nicht nur für die Einsatzkräfte, die diese Dämpfe einatmen. Sondern auch katastrophal für Grundwasser und Trinkwasserquellen, in die der hochtoxische Cocktail einsickern würde. Insbesondere die aktuelle PFC-Grundwasserproblematik in unserer Region sollte uns beim Schutz der vorhandenen Wasserressourcen noch umsichtiger handeln lassen.

«Energiewende ja, aber Hände weg von sensiblen Waldgebieten» lautet daher das Fazit von Cornelia von Loga, Gründungsmitglied der Bürgerinitiative Windkraftfreies Grobbachtal, die sich für den Erhalt der Landschaftsschutzgebiete in und um Baden-Baden einsetzt.


Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.