Aus dem Rathaus Baden-Baden
Digitaler Service für Ausländer in Baden-Baden – Irene Walker, Chefin Amtes für Ordnung und Sicherheit: „Echter Meilenstein“
Baden-Baden, 10.04.2026, Bericht: Rathaus Die Stadt Baden-Baden treibt die Digitalisierung ihrer Bürgerdienste weiter voran: Ab sofort können Anträge bei der Ausländerbehörde erstmalig online und in mehreren Sprachen gestellt werden.
Damit vereinfacht die Verwaltung ihre Abläufe, reduziert den Bearbeitungsaufwand und verbessert zugleich den Zugang zu zentralen Dienstleistungen. Unterlagen können direkt digital eingereicht werden, wodurch die Verfahren insgesamt effizienter werden.
Antragstellende können ihre Anliegen nun direkt über die städtische Webseite digital einreichen und die erforderlichen Unterlagen hochladen. Im Hintergrund werden die Daten automatisch in das Fachverfahren des kommunalen IT-Dienstleisters Komm.ONE übernommen. «Dies ist ein echter Meilenstein. Damit entfallen künftig manuelle Erfassungen», erklärt Irene Walker, Leiterin des Amtes für Ordnung und Sicherheit. «Wir sind davon überzeugt, dass die Online-Anträge zu einer spürbaren Entlastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beitragen, die aktuell eine hohe Zahl an Anträgen bearbeiten.» Zusammen mit der Möglichkeit, den elektronischen Aufenthaltstitel nach Hause per Post zu erhalten, sind nun Antrag und Aushändigung terminlos möglich.
So kann beispielsweise die Verlängerung eines Aufenthaltstitels ab sofort vollständig online beantragt werden – von der Eingabe der persönlichen Daten bis hin zum Hochladen der erforderlichen Nachweise. Insgesamt stehen nun acht Online-Anträge in acht Sprachen zur Verfügung. Diese sind über die Webseite der Stadt Baden-Baden abrufbar: www.baden-baden.de/e-formulare. Im Oktober 2025 hatte eine Organisationsuntersuchung der Ausländerbehörde die Notwendigkeit des Ausbaus digitaler Angebote aufgezeigt, um den manuellen Aufwand zu reduzieren. Mit der Einführung der Online-Anträge wird diese Maßnahme nun umgesetzt.
Das Online-Angebot ist Teil einer bundesweiten Zusammenarbeit zur Digitalisierung von Verwaltungsleistungen. Digitale Antragsverfahren werden zentral entwickelt und den Kommunen zur Nutzung bereitgestellt. Im Bereich Ein- und Auswanderung erfolgt dies durch die Anstalt für kommunale Datenverarbeitung Bayern. Sie entwickelt entsprechende Online-Anträge und stellt sie anderen Bundesländern und Kommunen zur Verfügung. Die Einführung der digitalen Anträge erfolgt im Rahmen der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes, einem der größten Modernisierungsvorhaben der öffentlichen Verwaltung in Deutschland. Grundlage ist dabei das sogenannte «Einer für Alle»-Prinzip. Demnach werden digitale Lösungen von einzelnen Bundesländern zentral entwickelt und anschließend von anderen Ländern und Kommunen übernommen.
Die Stadt setzt in mehreren Bereichen bereits auf diese Form der Zusammenarbeit, beispielsweise bei der Wohnsitzmeldung, der Kfz-Zulassung oder im Führerscheinwesen. Zudem arbeitet die Verwaltung derzeit an der umfassenden Weiterentwicklung ihres Internetauftritts. Mit dem für Juni geplanten Start sollen die Online-Dienste thematisch strukturiert auf einem zentralen Serviceportal bereitgestellt werden. Mit der Einführung der digitalen Anträge setzt die Stadt Baden-Baden zugleich ein weiteres konkretes Zeichen für die Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategie und zeigt, dass den strategischen Zielen auch sichtbare Maßnahmen folgen.
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