Aus dem Rathaus Baden-Baden

Ein neuer Anlauf – Stadt Baden-Baden legt Strategie für die Digitalisierung vor

Ein neuer Anlauf – Stadt Baden-Baden legt Strategie für die Digitalisierung vor
Bürgermeister Tobias Krammerbauer treibt die Digitalisierung der Baden-Badener Stadtverwaltung voran. Foto: Archiv

Baden-Baden, 14.03.2026, Bericht: Rathaus Die Stadt Baden-Baden bringt in der kommenden Woche ihre Digitalisierungsstrategie 2026–2030 in den Gemeinderat ein. Die öffentliche Vorstellung markiert den Startschuss für die nächste Phase der digitalen Weiterentwicklung der Stadtverwaltung mit klarem Fokus auf spürbare Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger.

Kern der Strategie ist das «Serviceversprechen 2030»: Verwaltungsleistungen sollen künftig einfach, verständlich und ortsunabhängig nutzbar sein. Ein wesentlicher Bestandteil ist ein Serviceportal, das in die neue städtische Website integriert wird. Anliegen können dann rund um die Uhr digital erledigt werden, strukturiert nach Lebenslagen wie «Umzug», «Heirat» oder «Geburt» statt nach internen Zuständigkeiten einzelner Ämter.

 

Neben dem Ausbau der digitalen Angebote werden interne Prozesse grundlegend modernisiert. Hintergrund ist ein struktureller Wandel: Bis 2035 wird rund ein Drittel der städtischen Mitarbeitenden altersbedingt ausscheiden. Hinzu kommt die angespannte Haushaltslage, die zusätzliche Effizienzgewinne erforderlich macht. Digitalisierung und der gezielte Einsatz Künstlicher Intelligenz sollen helfen, Routineaufgaben zu automatisieren, Fachwissen zu sichern und die Handlungsfähigkeit der Verwaltung langfristig zu gewährleisten.

Der zuständige Bürgermeister Dr. Tobias Krammerbauer erklärt hierzu: «Unser Ziel ist eine Verwaltung, die sich am Alltag der Menschen orientiert und nicht an internen Strukturen. Wer künftig umzieht, heiratet oder ein Unternehmen gründet, soll alle wichtigen Anliegen einfach, verständlich und möglichst digital erledigen können. Die Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern sichert unsere Handlungsfähigkeit und verbessert ganz konkret den Service für die Bürgerinnen und Bürger.»

Die Strategie ist in einem mehrmonatigen Prozess mit breiter Beteiligung entstanden. Im Rahmen der im vergangenen Jahr durchgeführten Gemeinderatsklausur sowie acht Workshops mit rund 100 Teilnehmenden aus verschiedenen Bereichen der Verwaltung wurden konkrete Maßnahmen und Prioritäten erarbeitet. Auch die Empfehlungen der vom Gemeinderat eingesetzten Expertenkommission sind eingeflossen. Die Umsetzung erfolgt schrittweise bis 2030. Ein jährliches Monitoring stellt sicher, dass Fortschritte transparent dokumentiert und die vereinbarten Ziele erreicht werden.




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