Aus dem Rathaus Baden-Baden
Freiwillige aus ganz Deutschland in Baden-Baden – Beim „Bergwaldprojekt“ im Einsatz
Baden-Baden, 18.02.2026, Bericht: Rathaus Mit fast 20 freiwilligen Teilnehmenden aus ganz Deutschland ist das Bergwaldprojekt vom 15. bis 21. Februar in einer Projektwoche erneut beim Forstamt Baden-Baden im Einsatz.
Die Freiwilligen werden rund um Baden-Baden verschiedene Arbeiten zur Biotoppflege durchführen und die Ökosysteme näher kennenlernen. Ziele des Einsatzes sind, die ökologische Situation am Projektstandort zu verbessern und die Teilnehmenden auch über die Projektwochen hinaus für eine nachhaltige Lebensweise zu sensibilisieren.
Die Freiwilligen werden in der Einsatzwoche unter der Anleitung von Fachleuten des Bergwaldprojekts und in Absprache mit den Verantwortlichen des städtischen Forstamts eine Streuobstwiese pflegen, indem sie etwa Baumscheiben hacken und Einzelschutz an Bäumen ausbessern. Außerdem werden sie eine Biotoppflege für das Auerhuhn und Pflegeeingriffe am Waldrand durchführen sowie ein Laichgewässer pflegen. Die Einsatzwoche wird von Bildungsarbeit begleitet und dadurch die durchgeführten Arbeiten auch in einen größeren Umwelt- und Nachhaltigkeitszusammenhang gesetzt. In jeder Bergwaldprojekt-Woche ist zudem eine Exkursion vorgesehen, bei der die vielfältigen Aspekte des Ökosystems vor Ort näher beleuchtet und seine Bedeutung und Bedrohung besser verständlich gemacht werden. Das konkrete Beispiel hilft dabei, die globalen ökologischen Krisen zu veranschaulichen. Untergebracht werden die Freiwilligen für die Woche in einem Gruppenhaus in Mehrbettzimmern. Ein Koch des Bergwaldprojekts kümmert sich um die vegetarische, biologische und möglichst regionale und saisonale Verpflegung der Ehrenamtlichen.
Thomas Hauck, Leiter des Städtischen Forstamts Baden-Baden freut sich über den Einsatz: «Die Teilnehmenden lernen hier vor Ort die Bedeutung des Waldes hautnah kennen. Mit ihrem ganz persönlichen Einsatz leisten sie einen wertvollen Beitrag zum Schutz unserer wertvollen Naturräume.» Projektleiter Wolfgang Fischer vom Bergwaldprojekt e.V. ergänzt: «Mit den vielfältigen Arbeiten in und für die Natur entwickeln die Freiwilligen neue Beziehungen zur sie umgebenden Umwelt. Die Erfahrung der Selbstwirksamkeit in den Projektwochen bestärkt die Teilnehmenden auch, den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. So werden sie Teil der dringend notwendigen sozial-ökologischen Transformation.»
Das Bergwaldprojekt organisiert seit über 35 Jahren Freiwilligeneinsätze im Wald, Moor und in Offenlandschaften. 2026 bringt der Verein mit seinen Einsatzwochen in Deutschland mehr als 5.000 Freiwillige in die Natur. Dazu finden über 170 Projektwochen an zirka 90 verschiedenen Standorten in allen Regionen Deutschlands statt. Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme wiederherzustellen und zu stabilisieren, den beteiligten Freiwilligen die Bedeutung und Bedrohung der natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und daran mitzuarbeiten, unsere Lebens- und Wirtschaftsweise nachhaltiger zu gestalten. Der Verein finanziert seine Arbeit größtenteils aus Spenden. Das Bergwaldprojekt ist für den Einsatz der letzten Jahrzehnte mit mehr als 50.000 Freiwilligen vom Bundesamt für Naturschutz als UN-Dekade-Projekt zur Wiederherstellung der Ökosysteme ausgezeichnet. Weitere Informationen finden sich auch unter www.bergwaldprojekt.de.
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