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Vorschriften und Standards für Heizpilze

Grüne für Verbot für „Heizpilze“ in Baden-Badener Straßen-Cafés – Fraktionschefin Iding-Dihlmann: „Der Mensch muss nicht immer und überall und zu jeder Jahreszeit alles haben“

Grüne für Verbot für „Heizpilze“ in Baden-Badener Straßen-Cafés – Fraktionschefin Iding-Dihlmann: „Der Mensch muss nicht immer und überall und zu jeder Jahreszeit alles haben“
In der Außengastronomie in Baden-Baden haben oft Heizstrahler die Heizpilze abgelöst. Foto: Archiv

Baden-Baden, 20.01.2020, Bericht: Redaktion Über das Wochenende waren die Baden-Badener Grünen fleißig. Neben dem Thema Silvesterfeuerwerk wenden sich die Grünen mit einem weiteren Schreiben an Oberbürgermeisterin Margret Mergen, darin mahnt Sabine Iding-Dihlmann in fast klerikalem Ton «der Mensch muss nicht immer und überall und zu jeder Jahreszeit alles haben».

Der Groll der Grünen richtet sich gegen die sogenannten Heizpilze in der Außenbewirtschaftung von Baden-Badener Cafés und Restaurants. Privatpersonen, die einen Kamin- oder Kachelofen haben, müssten &lauqo;über kurz oder lang einen Filter zur Reduzierung der Staubemissionen nach dem Stand der Technik einbauen lassen», schreibt die grüne Stadträtin und will wissen, «ob die in der Außengastronomie verwendeten Wärmequellen irgendwelchen Vorschriften und Standards unterliegen, überprüft werden und ob die Verwendung dieser Geräte vor Ort, sprich durch kommunales Recht geregelt werden» kann. In anderen Städten wie &lauqo;Berlin, Stuttgart und Tübingen» seien Heizpilze in der Außengastronomie und öffentlichen Einrichtungen bereits verboten, argumentiert die grüne Fraktionschefin.

Die Anfrage der Grünen an Oberbürgermeisterin Margret Mergen im Wortlaut:

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Mergen,

wenn man derzeit durch die Innenstadt läuft, fällt auf, dass ganz viele Restaurants und Cafés auch im Winter die Außengastronomie aufrechterhalten und dafür unzählige sog. Heizpilze und andere «Wärmequellen» aufstellen.

Von diesen «Wärmequellen» geht eine nicht zu unterschätzende Feinstaub- und CO2Belastung aus, die absolut überflüssig ist. Ich halte die Außenbewirtung mit «Heizung» über den ganzen Winter hinweg für eine fragwürdige Angelegenheit.

Der Mensch muss nicht immer und überall und zu jeder Jahreszeit alles haben. Privatpersonen, die einen Kamin- oder Kachelofen haben, müssen über kurz oder lang einen Filter zur Reduzierung der Staubemissionen nach dem Stand der Technik einbauen lassen.

Meine Frage lautet daher, ob die in der Außengastronomie verwendeten Wärmequellen irgendwelchen Vorschriften und Standards unterliegen, überprüft werden und ob die Verwendung dieser Geräte vor Ort, sprich durch kommunales Recht geregelt werden kann. In anderen Städten wie z.B. Berlin, Stuttgart und Tübingen sind Heizpilze in der Außengastronomie und öffentlichen Einrichtungen bereits verboten.

Mit freundlichen Grüßen
Iding-Dihlmann
Stadt- und Ortschaftsrätin
Fraktionsvorsitzende


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