Spendenübergabe

Soroptimisten Baden-Baden spenden 3.000 Euro an Stulz-Schriever’sche Stiftung – „Stark & Sicher“ – Hilfe für Mädchen und junge Frauen

Soroptimisten Baden-Baden spenden 3.000 Euro an Stulz-Schriever’sche Stiftung – „Stark & Sicher“ – Hilfe für Mädchen und junge Frauen
Jutta Seiler und Robin Röder, Trainer/in des Projektes, Daniel Gerlich, Pädagogischer Geschäftsführer der von Stulz-Schriever’schen Stiftung, Christina Horn, Präsidentin Soroptimisten, Sigrid Münch, Vizepräsidentin Soroptimisten, Margret Mergen, Mitglied

Baden-Baden, 05.11.2026, Bericht: Redaktion In Zeiten der leeren öffentlichen Kassen sind private Stiftungen eine wichtige Brücke zu besseren Zeiten.

Die Stulz-Schriever’sche Stiftung hilft, die gesellschaftliche Rolle und Mädchen und junge Frauen zu stärken. Unterstützt wird die gute Sache vom Club der Soroptimisten Baden-Baden, in dem auch die ehemalige Oberbürgermeisterin Margret Mergen eine Aufgabe gefunden hat.

Die Mitteilung der Stulz-Schriever’schen Stiftung vom 4. November 2026 im Wortlaut:

Die von Stulz-Schriever’sche Stiftung startet mit Unterstützung des Clubs der Soroptimisten Baden-Baden das Projekt «Stark & Sicher». Das pädagogische, interdisziplinäre Konzept stärkt Mädchen und junge Frauen in ihrem Selbstbewusstsein und vermittelt ihnen Strategien zur Selbstbehauptung, zum Selbstschutz und zur Selbstverteidigung.

 

«Der Club der Soroptimisten Baden-Baden unterstützt das Projekt der Stiftung aus Überzeugung, weil Mädchen dadurch in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt werden. Sie sollen lernen, sich besser vor möglicher Gewalt zu schützen und sich sicherer zu fühlen», beschreibt Clubpräsidentin Christina Horn die Motivation für die Spende.

Der Club übergab der von Stulz-Schriever’schen Stiftung 3.000 Euro. Mit der Spende kann die Stiftung das Projekt nun starten.

Die Stiftung betreut Mädchen und junge Frauen zwischen 6 und 21 Jahren in voll- und teilstationären Gruppenangeboten. Viele von ihnen haben Belastungs- und Gefährdungserfahrungen gemacht. Sie brauchen deshalb besonders viel Unterstützung, um Selbstbewusstsein, Selbstschutz und Handlungskompetenz aufzubauen. Aktuelle sexualisierte, körperliche und verbale Übergriffe auf die anvertrauten Mädchen, auch aus im Stadtgebiet Baden-Baden, unterstreichen diesen Bedarf.

«Viele unserer Mädchen haben erlebt, dass ihre Grenzen verletzt wurden. Bei ‚Stark & Sicher‘ lernen sie, ihre Grenzen wahrzunehmen, klar zu benennen und sich in Gefahrensituationen zu schützen. Wir danken dem Club der Soroptimisten Baden-Baden für die Unterstützung, die den Start dieses Projekts möglich macht», wird Daniel Gerlich, pädagogischer Geschäftsführer der Stiftung zitiert.

Ziele und Lerninhalte

Das Projekt richtet sich an alle interessierten Mädchen und jungen Frauen der Stiftung. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Es baut auf dem sexualpädagogischen Konzept der Stiftung auf. Die Teilnehmerinnen stärken ihr Selbstbewusstsein und ihren Selbstwert, üben Selbstbehauptung und Grenzsetzung, lernen Strategien zur Gewaltprävention kennen und gewinnen Handlungssicherheit in möglichen Gefahrensituationen. Konkret lernen sie, eigene Grenzen wahrzunehmen und klar zu kommunizieren, Körpersprache gezielt einzusetzen, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen, einfache Selbstverteidigungstechniken anzuwenden und Hilfenetzwerke und Unterstützungssysteme zu kennen.

Aufbau und Methodik

Das Projekt verbindet die pädagogische und therapeutische Fachkompetenz der Stiftung mit externen Trainerinnen und Trainern für Selbstbehauptung und Selbstverteidigung, etwa aus dem Bereich der Kampfkunst. Fachreferentinnen und Fachreferenten behandeln Themen wie Gewaltprävention, Medien und sexualisierte Gewalt. Die Arbeit folgt fünf Grundsätzen: praxisorientiertes Lernen, niedrigschwellige Zugänge, Ressourcenorientierung, traumasensible Pädagogik und Beteiligung der Mädchen und jungen Frauen.

Das Projekt gliedert sich in die fünf Module Selbstwahrnehmung und Selbstwert, Selbstbehauptung, Selbstschutz und Prävention, Selbstverteidigung sowie Reflexion und Transfer. Die Teilnehmerinnen üben unter anderem, «Nein» zu sagen, Situationen zu deeskalieren, sich im öffentlichen Raum und im digitalen Raum sicher zu verhalten und sich mit einfachen Techniken aus Griffen zu befreien.

Umsetzung und Ausblick

Das Projekt ist auf 18 Monate bis maximal zwei Jahre angelegt. Die Stiftung wertet die Wirkung des Projekts aus und entscheidet anschließend, ob sie einzelne Module in den pädagogischen Alltag übernimmt oder eine feste Arbeitsgemeinschaft mit regelmäßigem Angebot einrichtet.




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