Aus dem Rathaus Bühl
Aktion in Bühl erinnert an das alte Alexandria – Heil Bücher zum Welttag des Buches

Bühl, 17.04.2026, Bericht: Redaktion Im alten Alexandria soll die Bibliotherapie eine anerkannte Medizin gewesen sein. Das richtige Buch zum jeweiligen seelischen Krankheitsbild sollte bei der Heilung helfen.
Die Bibliothekare waren so auch Mediziner. Die «Buchapotheke» in der Mediathek in Bühl erinnert an die Kultur der Bibliotherapie im alten Alexandria, die während des Alexandrinischen Krieges zu einem großen Teil zerstört wurde. Cäsar ließ seine Schiffe im Hafen verbrennen. Die Flammen griffen auf die Stadt über. 40.000 Schriftrollen, Vorläufer unserer heutigen Bücher, sollen den Flammen zum Opfer gefallen sein. Die Kultur der Bibliotherapie fand damals ein Ende.
Die Mitteilug aus dem Rathaus Bühl vom 16. April 2026 im Wortlaut:
Unter dem Motto «Die Buchapotheke – Medizin für die Seele» präsentiert das Team der Mediathek rund um den Welttag des Buches, der jährlich am 23. April stattfindet, einen thematischen Büchertisch. Dieser soll ab dem kommenden Donnerstag zeigen, dass die richtige Lektüre für die Seele ebenso heilsam sein kann wie die richtige Medizin für den Körper.
«Literatur hilft Leben. Literatur stiftet Sinn. Literatur bringt uns zu uns selbst», wusste sinngemäß schon der Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa. Genau diesen Gedanken greift das Mediathek-Team in diesem Jahr zum Aktionstag auf, den Buchhandlungen, Bibliotheken und Verlage weltweit seit 1995 feiern, um die Freude am Lesen zu fördern und die Rechte von Autoren zu stärken. Im Fokus des Büchertisches, der rund zwei Wochen im Eingangsbereich der städtischen Einrichtung zu finden sein wird, steht die sogenannte Bibliotherapie. Dabei handelt es sich um den gezielten Einsatz von Literatur, um das persönliche Wohlbefinden zu steigern und die eigene Entwicklung zu unterstützen. Kurz gesagt: Heilen mit Büchern. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Romantherapie. Während Sachbücher oft Fakten liefern, nutzt die Romantherapie die emotionale Kraft der Belletristik. Geschichten wecken Empathie und wirken oft tiefer, da sie die Lesenden unmittelbar in andere Lebenswelten entführen und neue Perspektiven aufzeigen.
Das Mediathek-Team lädt alle Besucher ein, selbst Teil des Projekts zu werden. Wer hat nicht dieses eine Buch im Regal, das in einer schwierigen Lebenslage Trost gespendet oder neuen Mut geschenkt hat? Unter dem Aufruf «Werden Sie zum Buch-Apotheker!» können Gäste eigene Empfehlungen weitergeben. Vor Ort liegen «Rezeptkarten» bereit, die ausgefüllt und direkt in die Auslage integriert werden können. So entsteht eine wachsende Sammlung an literarischen Heilmitteln von Lesenden für Lesende.
Die Mediathek hat wie folgt geöffnet: Dienstag und Donnerstag von 10.00 bis 18.00 Uhr, Mittwoch von 14.00 bis 18.00 Uhr, Freitag von 12.00 bis 18.00 Uhr und Samstag von 10.00 bis 13.00 Uhr.
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