Aus dem Rathaus Bühl
Schonfrist für Bühler OB Bauernfeind ist vorüber – Bilanz nach 100 Tagen Amtszeit

Bühl, 10.01.2026, Bericht: Rathaus Als hätte man es geplant. Der gestrige Tag des Neujahrsempfangs der Stadt Bühl war zugleich für Matthias Bauernfeind der 100. Tag in seinem Amt – der ideale Zeitpunkt für den neuen Oberbürgermeister, vor rund 800 Gästen im Bürgerhaus Neuer Markt eine erste Bilanz zu ziehen und daraus Schlussfolgerungen abzuleiten.
In den ersten Monaten habe er sich bewusst Zeit genommen, «unsere Stadt von innen kennenzulernen» und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass in Bühl in den vergangenen Jahren viel richtig gemacht worden sei. «Unsere Aufgabe ist es, darauf aufzubauen und gemeinsam weiterzuentwickeln, wo wir besser werden können», sagte Bauernfeind, und kündigte Veränderungen an – «wie wir zusammenarbeiten, wie wir priorisieren und wie wir Entscheidungen treffen». Am Ende brauche es Klarheit und Verlässlichkeit. «Dafür stehe ich als Oberbürgermeister», betonte der Rathauschef.
Sehr deutlich geworden sei ihm auch, über welche enorme Kompetenz, Erfahrung und ein hohes Maß an Engagement die Stadt verfüge – in der Verwaltung, bei den Stadtwerken, in den Einrichtungen und in der gesamten kommunalen Familie. Diese Kompetenzen möchte er noch besser zusammenbringen, Schnittstellen klüger nutzen und Verantwortung klar ordnen. Als Mittelzentrum trägt Bühl auch die Verantwortung für Kooperation, für Ausgleich und für eine starke Region, führte Bauernfeind weiter aus: «Ich reiche unseren Nachbarn und Partnern hier gerne die Hand, unsere Zusammenarbeit weiter auszubauen und zu intensivieren.»
In das Jahr 2026 starte man unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen. Der OB verwies dabei auf den angekündigten Stellenabbau bei Bosch, die herausfordernde wirtschaftliche Lage, die baldige Schließung des Krankenhauses und die Finanzierung der Kommunen. Umso wichtiger sei die Entscheidung von Uhu, mit seiner Verwaltung in Bühl zu bleiben. Bauernfeind nannte dies «ein Zeichen des Vertrauens in den Standort, in die handelnden Personen und die Substanz unserer Stadt». Bühl stehe zwar vor Herausforderungen, gleichzeitig stehe die Stadt aber auf einem soliden Fundament, skizzierte er weiter die Ausgangslage.
«Als Ausdruck dessen, wohin sich diese Stadt im Jahr 2026 weiterentwickeln soll», warf der Oberbürgermeister einen Blick auf seine Vorhaben. Neben der Sanierung des Windeck-Gymnasiums und der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagesbetreuung kämen im Bildungsbereich weitere Schritte an den Grundschulen, der Planungsauftakt für die neue Mensa an der Bachschloss-Schule sowie Planungen und Investitionen in Kindergärten, unter anderem in Weitenung, Neusatz und Moos, hinzu. Fortgesetzt werde die kontinuierliche Modernisierung der Freiwilligen Feuerwehr.
Beginnen wird in diesem Jahr der Umbau des Stadtgartens. «Parallel dazu treiben wir die Entwicklung unserer Innenstadt weiter voran», kündigte Bauernfeind an. Dabei geht es ihm um Nutzung, Frequenz und Aufenthaltsqualität. Um die Verwaltung moderner und zugänglicher zu machen, «entwickeln wir digitale Prozesse weiter, bauen Serviceangebote aus und nutzen neue Möglichkeiten». Als aktuelles Beispiel nannte der OB den Chatbot Quetschi, der diese Woche ganz neu auf der städtischen Webseite implementiert wurde. «Auch beim Klimaschutz gehen wir konkrete Schritte», verwies Bauernfeind auf den gestellten Antrag für vier Windenergieanlagen.
«Wenn ich nun das alles zusammenfasse und auf die kommenden Jahre schaue, blicke ich mit Zuversicht auf das, was vor uns liegt», schloss der Rathauschef – Zuversicht, um Bühl Schritt für Schritt nach vorne zu bringen.
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