Aus dem Rathaus Gaggenau

Stadt Gaggenau informiert zu Notlagen – Haushalte sollen sich vorbereiten

Stadt Gaggenau informiert zu Notlagen – Haushalte sollen sich vorbereiten
Foto: Stadt Gaggenau

Gaggenau, 26.08.2026, Bericht: Redaktion In den vergangenen Jahren haben eine Reihe von Naturkatastrophen, etwa im Aartal, aber auch die vergangenen Hitzewochen manchen Behörden zu denken gegeben. Die Stadt Gaggenau gibt ihren Bürger in einer Informationsserie Tipps, wie sich Haushalte auf mögliche Notlagen einstellen können.

Dieses Mal geht es darum, was im Ernstfall zu tun ist und wie sich Bürger selbst und andere schützen können. Auch für die Einwohner von Baden-Baden und anderen Orten eine sinnvolle Anregung.

Die Mitteilung aus dem Rathaus Gaggenau vom 25. August 2026 im Wortlaut:

Warnungen ernst nehmen und informiert bleiben. Im Ernstfall zählt jede Minute. Deshalb ist es wichtig, Warnungen schnell zu erkennen und richtig zu verstehen. Eine Sirenenwarnung besteht aus einem einminütigen Heulton, bei dem der Ton an- und abschwillt. Sie bedeutet: Es besteht Gefahr. Bürgerinnen und Bürger sollten sich dann umgehend über die Situation informieren. Ein einminütiger Dauerton bedeutet dagegen Gefahr ist vorüber. Warnungen können auch über Lautsprechanlagen, digitale Informationstafeln oder das Handy erfolgen, zum Beispiel über Warn-Apps. Wichtig ist, Warnungen ernst zu nehmen und erreichbar zu bleiben. Verlässliche Informationen gibt es über das Radio. Auch Familie, Nachbarn und andere Menschen im Umfeld sollten über wichtige Warnungen informiert werden.

 

Vertrauenswürdige Informationen erkennen. Besonders in Krisensituationen verbreiten sich Informationen schnell. Deshalb lohnt sich ein kurzer Faktencheck zum Überprüfen. Drei Fragen helfen dabei: Ist der Absender oder die Quelle seriös? Basiert die Information auf überprüfbare Fakten? Stimmen die Angaben mit anderen vertrauenswürdigen Quellen überein? Wer eine Frage mit Nein beantwortet, sollte die Information vorerst nicht weiterleiten.

Ruhe bewahren und füreinander da sein. Eine Katastrophe kann Ängste und Sorgen auslösen. Gerade dann ist es wichtig, den Kontakt zu anderen Personen zu halten und sich auszutauschen. Es gilt: Wer sich untereinander unterstützt, fühlt sich weniger hilflos. Ein geregelter Tagesablauf, Bewegung und Sport können dabei helfen, mit der Situation umzugehen. Gleichzeitig sollen Betroffene ausreichend Pausen einlegen.

Im Ernstfall richtig handeln. Bei kleineren medizinischen Notfällen können Bürger sich zunächst selbst helfen. Ein Beispiel ist das Anlegen eines Druckverbandes bei einer starken Blutung. Der eigene Schutz steht allerdings immer an erster Stelle. Niemand sollte sich selbst oder andere unnötig in Gefahr bringen. Fällt der Strom aus, lassen sich kleine Mengen Wasser oder Lebensmittel mit einem Fondue-Set oder Gaskocher erwärmen. Fällt die Heizung aus, können warme Kleidung und Decken dabei helfen, die Zeit zu überbrücken. Fenster und Türen sollten möglichst geschlossen bleiben. Regelmäßiges Stoßlüften sorgt trotzdem für frische Luft. Bei einem Brand kommt ein eigener Löschversuch nur infrage, wenn dabei keine Gefahr besteht. Andernfalls heißt es: Gebäude verlassen und die Feuerwehr alarmieren.

Gefahrenbereiche meiden. Bei Überschwemmungsgefahr gehören Keller und Tiefgaragen zu den besonders gefährlichen Orten. Deshalb ist es wichtig, diese Bereiche zu meiden. Kinder, kranke Menschen sowie Seniorinnen und Senioren benötigen besondere Aufmerksamkeit und sollten rechtzeitig aus gefährdeten Bereichen gebracht werden. Wichtig ist außerdem, die Anweisungen von Einsatz- und Rettungskräften zu beachten.

Weitere Informationen. Weitere Informationen rundum Vorsorge und richtiges Verhalten bei Naturgefahren finden sich in der Infobroschüre. Diese liegt im Rathaus aus. Auch auf der Homepage der Stadt Gaggenau unter www.gaggenau.de/krisen-und-katastrophen gibt es zahlreiche weitere Informationen zum Thema.




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