"Die meisten Lehrkräfte von der neuen Technik überzeugt"

Neues Zeitalter für Schüler in Gaggenau – Digitale Schultafeln in Hans-Thoma-Schule

Neues Zeitalter für Schüler in Gaggenau – Digitale Schultafeln in Hans-Thoma-Schule
Foto: Stadt Gaggenau/Angelika Schmied

Gaggenau, 29.07.2021, Bericht: Redaktion Eine gefühlte Ewigkeit dauert es in vielen Schulen bis digitale Unterrichtsformate realisiert werden. Nun ändert sich das in Gaggenau. «Die Ferien beginnen zwar erst, aber die Lehrerschaft der Hans-Thoma-Schule bereitet sich schon auf das digitale Unterrichten im kommenden Schuljahr vor», teilt das Rathaus Gaggenau mit.

Interaktive Tafeln in allen zwölf Schulzimmern und drei Fachräumen sollen die Schüler der Hans-Thoma-Schule nach den Ferien empfangen.

Die weitere Mitteilung aus dem Gaggenauer Rathaus im Wortlaut:

Im Rahmen des DigitalPaktes Schule aus dem Jahr 2020 und seinen Zusatzvereinbarungen ist der Weg in das digitale Zeitalter für die Schulen mit Unterstützung der Stadt Gaggenau weiter vorangeschritten. Der Auf- und Ausbau einer digitalen Infrastruktur in Form von Servern, Elektro- und Netzverkabelung und WLAN-Access-Points für die professionelle IT-Verwaltung in der Hans-Thoma-Schule ist im ersten Schritt schon abgeschlossen. Mit der Installation der Präsentationstechnik ist das Projekt nun in Phase zwei angekommen.

Interaktive Monitore

In den Klassenräumen hängen seit Beginn dieser Woche interaktive Monitore mit Seitenflügeln, die den Bildschirm zugeklappt wie eine übliche Kreidetafel aussehen lassen. Für die «Tablets» in Großformat wird in jedem Schulraum ein Rechner und eine Dokumentenkamera für das Betreiben der großflächigen Displays benötigt. Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sind nicht von der Hand zu weisen, auch wenn die herkömmlichen Unterrichtsunterlagen angepasst werden müssen:

• Handschriftliches kann leicht in einen digitalen Text umgewandelt werden.

• Unterrichtsunterlagen können unkompliziert eingelesen werden.

• Bilder, Fotos, Videos und auch Audio-Dateien lassen sich direkt aus dem Web oder aus Lehrunterlagen integrieren, ohne die Unterrichtsstunde zu unterbrechen.

Der Unterricht wird so dynamischer gestaltet. In Zukunft ist geplant, dass immer mehr Tablets und Laptops in den Unterricht mit eingebaut werden. Es zeichnet sich ab, dass die Verwaltung in absehbarer Zeit einfacher wird. Trotz der digitalen Entwicklung wünscht sich Rudolf Retzler, Schulleiter, dass das Schreiben mit der Hand nicht vernachlässigt wird und in Vergessenheit gerät. «Das darf nicht verloren gehen. Ich möchte gerne das Beste aus beiden Welten miteinander verbinden», meint Retzler.

Arbeiten mit digitaler Unterstützung

Die meisten Lehrkräfte sind von der neuen Technik überzeugt und werden sich in den Ferien eingehend mit dem neuen Medium beschäftigen. Schon jetzt werden probeweise Abläufe und verschiedene Funktionen der großen Tafel-Displays für den laufenden Unterricht getestet und ausprobiert. «Die jüngeren Lehrkräfte ziehen alle links und rechts an mir vorbei, was die Technik betrifft», schmunzelt Retzler. Ein Teil der Lehrer wird sich mit kleinen Schritten den neuen technischen Gegebenheiten annähern. Es wird eine Weile dauern, bis das Handling zum Alltag geworden ist. Immerhin ist die Anschaffung der digitalen Tafeln einstimmig beschlossen worden. Das pädagogische Arbeiten mit der digitalen Ausrüstung beginnt offiziell mit dem neuen Schuljahr im Herbst und die Schüler freuen sich schon auf ihre neuen Schultafeln.


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