Aus dem Rathaus Gaggenau

Stadt Gaggenau hilft beim Kampf gegen Asiatische Hornisse – Geld für spezielle Lanze

Stadt Gaggenau hilft beim Kampf gegen Asiatische Hornisse – Geld für spezielle Lanze
Nest der Asiatischen Hornisse, herausgeschnitten aus einem Baum. Foto: Peter Westermann

Gaggenau, 12.05.2026, Bericht: Rathaus Mit einer speziellen Lanze bekämpft der Bezirksimkerverein die Asiatische Hornisse. Damit sparen sich die Experten die Kosten für aufwändige Hubsteiger-Einsätze. Der Bau- und Umweltausschuss beschloss am Dienstag, den Kauf einer Lanze mit 2.500 Euro zu bezuschussen.

Damit weicht die Stadtverwaltung vom üblichen Fördersatz in Höhe von 10 Prozent ab, denn: Der Bezirksimkerverein ist stark an der Eindämmung der Asiatischen Hornisse interessiert und entfernt die Nester dieser invasiven Art im öffentlichen Raum und auf privaten Grundstücken. Damit leistet der Verein eine Aufgabe, die der gesamten Stadt zugutekommt.

Ein Volk baut zwei Nester

Die Asiatische Hornisse breitet sich schnell aus. Sie jagt Honig- und Wildbienen sowie andere Insekten und gefährdet damit das gesamte Ökosystem. Nur durch konsequentes Entfernen der Nester kann die Ausbreitung der invasiven Art eingedämmt werden. Besonders im Sommer und im Herbst hängen die ovalen Nester hoch in Bäumen und sind oft nur durch spezielle Fahrzeuge oder Werkzeuge zu erreichen. Die Königin eines Asiatischen Hornissenvolkes baut im Jahr nämlich in der Regel zwei Nester: Das Primärnest, also das erste Nest im Frühjahr, ist oft in niedriger Höhe zu finden, zum Beispiel an Häusern und in Hecken. Für das Sekundärnest hingegen sucht sich das Hornissenvolk Standorte hoch in den Bäumen.

 

Neue Methode ohne Gift

Der Bezirksimkerverein Gaggenau hat inzwischen mehrere Teams zu Nestentfernern ausgebildet. Die spezielle Lanze, mit der auch in 30 Meter Höhe gearbeitet werden kann, kostet rund 6.600 Euro. Bekämpft werden die Hornissen mit Wasserdampf. Die Lanze wird zuerst zum Absaugen der Tiere im Nest eingesetzt, so dass ein Teil der Tiere bereits erwischt werden kann. Danach wird über die Lanze heißer Wasserdampf ins Nest gesprüht, um die restlichen Tiere abzutöten. Der Wasserdampf ist etwa 100°C heiß. Dieses neuartige Verfahren gilt als effektiv und umweltfreundlich. Insektizide müssen nicht eingesetzt werden.

Kontakte

Der Bezirksimkerverein freut sich noch über Spenden zur Finanzierung der Lanze. Interessierte können sich per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an den Verein wenden.

Wer ein Nest der Asiatischen Hornisse findet, wird gebeten, ein Foto des Nests sowie Informationen zur Lage und zum Standort an die Umweltabteilung der Stadt zu schicken: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!




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