Aus dem Polizeipräsidium Offenburg

Einige Narren waren nicht so gut gelaunt – Polizei zieht aber positive Bilanz – Anzeige gegen 17-jährigen Randalierer in Weitenung

Offenburg, 19.02.2026, Bericht: ots Das Polizeipräsidium Offenburg zieht für die Fasnachtswoche eine insgesamt positive, jedoch arbeitsintensive Bilanz. Obwohl keine gravierenden Zwischenfälle zu verzeichnen waren, mussten die Beamten der einzelnen Polizeireviere, mit Unterstützung der Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Einsatz, durchgehend eine Vielzahl an Einsätzen bewältigen.

Im Verlauf der närrischen Tage kam es vermehrt zu Körperverletzungen, Streitigkeiten sowie weiteren Auseinandersetzungen im öffentlichen Raum. Viele dieser Vorfälle standen im Zusammenhang mit übermäßigem Alkoholkonsum.

Bei der Straßenfasnacht am Schmutzigen Donnerstag in Lahr-Reichenbach kam es beispielsweise zu insgesamt fünf Streitigkeiten, die geschlichtet werden mussten. Des Weiteren kam es im Rahmen der Schlichtung eines Streits zu einem tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte. Die Einsatzkräfte des Hauses des Jugendrechts Lahr führten zudem Jugendschutzkontrollen durch und vollzogen vier Platzverweise. Ein 29-jähriger Mann geriet am Samstagabend in Biberach in eine derart emotionale Ausnahmesituation, dass er letztendlich zu seinem Schutz und zur Verhinderung von Ordnungsstörungen eine Nacht in polizeilichen Gewahrsam verbrachte. Anlass des Gefühlschaos war mutmaßlich unter anderem, dass nicht nur Männer ihre Notdurft auf der Herrentoilette verrichteten.

Für einen 17-Jährigen war die Fasnachtsveranstaltung in Bühl-Weitenung am Donnerstagabend schon gegen 22 Uhr beendet. Weil der Jugendliche das Rauchverbot in der Halle missachtete und sich wenig einsichtig zeigte, kam es nach einem ausgesprochenen Hausverbot zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit dem Sicherheitsdienst, wobei ein Mitarbeiter leicht verletzt wurde. Den 17-Jährigen erwarten nun Anzeigen unter anderem wegen Körperverletzung.

Darüber hinaus kontrollierte die Polizei zahlreiche Fahrzeugführer, die teilweise unter Alkohol- und Drogeneinfluss am Straßenverkehr teilnahmen. Durch das Untersagen der Weiterfahrt konnten somit mutmaßlich potenzielle Unfälle und gefährliche Situationen verhindert werden.

Polizeipräsident Jürgen Rieger betonte, dass trotz der hohen Einsatzbelastung die Zusammenarbeit mit den Veranstaltern, den Sicherheitsdiensten und den Rettungskräften reibungslos verlief. Dank des professionellen Vorgehens aller Beteiligten konnten größere Eskalationen verhindert und die Sicherheit der Feiernden gewährleistet werden. Durch die polizeiliche Präsenz konnten zudem viele Konflikte bereits im Vorfeld beobachtet und im Anschluss geschlichtet werden. Neben den strafverfolgenden Aufgaben waren viele der eingesetzten Polizeibeamten aber auch Anlaufstellen für Rückfragen der Feiernden, für das Abgeben von Fundsachen und das Suchen verloren gegangener Kinder, die glücklicherweise alle wieder mit ihren Eltern zusammengeführt werden konnten. So nahm die glückselige Fasnacht einen zufriedenstellenden und größtenteils störungsfreien Verlauf.




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