Grenzüberschreitender Austausch

Badische und elsässische Bürgermeister halten die Fahne hoch – Bürgermeister am Rhein – Initiative des Landkreises Rastatt

Badische und elsässische Bürgermeister halten die Fahne hoch – Bürgermeister am Rhein – Initiative des Landkreises Rastatt
Deutsch-französischer Austausch der Bürgermeister der Rheingemeinden im Landratsamt Rastatt. Foto: Janina Fortenbacher

Rastatt, 04.02.2026, Bericht: Redaktion Längst hat sich der politische und kulturelle Austausch entlang des Rheins zu einer Selbstverständlichkeit entwickelt.

Raumübergreifende Strukturen scheitern aber immer noch, manchmal am Wesen des französischen Zentralstaates. Auch die Gedanken mit gemeinsamen Ligen und Strukturen im Sport wurden nicht realisiert. Doch die Bürgermeister entlang des Rheins auf der badischen und elsässischen Seite halten die Fahne hoch.

Die Mitteilung aus dem Landratsamt Rastatt vom 3. Februar 2026 im Wortlaut:

Die gemeinsame Grenzregion zukunftsfähig zu gestalten und den Dialog auf lokaler Ebene zu vertiefen, war das Ziel eines grenzüberschreitenden Austauschs im Landratsamt. Auf Initiative des Landkreises Rastatt trafen sich Bürgermeister der Rheingemeinden des Landkreises einschließlich Rastatts Oberbürgermeisterin Monika Müller mit Amtskolleginnen und -kollegen aus den rheinangrenzenden elsässischen Gemeinden und der Stadt Haguenau. Damit fand erstmals seit langer Zeit wieder ein deutsch-französisches Treffen auf Bürgermeisterebene statt.

 

Der Austausch war geprägt von einer offenen und kollegialen Atmosphäre. Im Mittelpunkt standen Themen, die den Alltag der Menschen beiderseits des Rheins direkt betreffen. Dazu gehören etwa die Verbesserung des grenzüberschreitenden Verkehrs, von der Brückeninfrastruktur bis hin zur Taktung von Buslinien, aber auch die Schaffung sicherer Querungsmöglichkeiten für den Radverkehr am Rhein.

Um die Zusammenarbeit in Kultur und Zivilgesellschaft zu vertiefen, informierte Frédéric Siebenhaar, Geschäftsführer des Eurodistrikts Pamina, über europäische Finanzierungsmöglichkeiten bei grenzüberschreitenden Projekten. Ein zentrales Fazit der Runde war, dass die Herausforderungen auf beiden Seiten des Rheins oft vergleichbar sind. Landrat Professor Dr. Christian Dusch betonte, dass eine enge Abstimmung und gemeinsame Sichtbarkeit unabdingbar sei, um als Grenzregion politisches Gewicht zu entfalten.

Die bereits engen Beziehungen sollen in den kommenden Jahren weiter intensiviert werden, um den deutsch-französischen Lebensraum am Rhein gemeinsam voranzubringen, so der einhellige Tenor. Zukünftig sollen die Treffen der Bürgermeister wieder regelmäßig stattfinden.




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