Aus dem Rathaus Rastatt
Jugendgipfel in Rastatt – OB Müller: „Ein kleiner Superheld sein und mit seinen Ideen etwas bewegen“

Rastatt, 10.07.2026, Bericht: Redaktion Die Altersgruppe der 16-, 17- und 18-Jährigen macht in Deutschland jeweils 0,9 Prozent der Bevölkerung aus. Vielleicht ein Grund, weshalb sich manche Politiker nicht übertrieben ins Zeug legen für diese Zielgruppen.
Zumal bei der Europawahl, wo schon ab 16 Jahren gewählt wurde, die Wahlbeteiligung der Jungwähler unter 64,7 Prozent dem Durchschnitt aller Wahlberechtigten lag. Von den 16- bis 21-Jährigen gingen unterschiedlich nach Bundesländern 57 bis 61 Prozent zur Wahl. Für die CDU mit 17 Prozent und die AfD mit 16 Prozent votierten nach Infratest Dimap die meisten jungen Wähler.
Wie viele Jugendliche den Jugendgipfel in Rastatt als «kleine Superhelden» verließen, ist nicht überliefert. Diese Ansprache hatte Oberbürgermeisterin Monika Müller gewählt.
Die Mitteilung aus dem Rathaus Rastatt vom 9. Juli 2026 im Wortlaut:
Unter dem Motto «Rastatt, wir können’s besser» kamen am Dienstag, 7. Juli, zahlreiche Jugendliche in der BadnerHalle zum Jugendgipfel 2026 zusammen. Organisiert von der Jugenddelegation Rastatt stand die Veranstaltung ganz im Zeichen des Mitmachens. Im Superhelden-Look wurden die Jugendlichen erwartet und dazu eingeladen, sich darüber auszutauschen, was sie sich für ihre Stadt wünschen und welche Ideen sie selbst einbringen möchten.
«‚Rastatt, wir können’s besser‘ ist nicht nur das Motto des diesjährigen Jugendgipfels, sondern ein Ansporn für uns alle. Jeder kann im Alltag ein kleiner Superheld sein und mit seinen Ideen etwas bewegen», begrüßte Oberbürgermeisterin Monika Müller und griff dabei das Motto des Gipfels direkt auf. «Ich hoffe, dass ihr heute eure Stärken entdeckt, miteinander ins Gespräch kommt und den Jugendgipfel als Superhelden verlasst – bereit, unsere Stadt ein Stück besser zu machen.»
Im Anschluss eröffnete die Jugenddelegation den sogenannten «Markt der Möglichkeiten». Mit dem Aufruf, mitzureden, mitzumachen und gemeinsam etwas zu bewegen, wurden die Jugendlichen zu den verschiedenen Themeninseln eingeladen. Dort kamen sie mit Vertreterinnen und Vertretern von Organisationen, Arbeitsgemeinschaften und der Jugenddelegation ins Gespräch und entwickelten gemeinsame Vorschläge für die Zukunft Rastatts.
Am Thementisch «Was fehlt?» standen Verbesserungen im öffentlichen Raum im Mittelpunkt. Gewünscht wurden mehr Sitzgelegenheiten und Mülleimer sowie kostenloses WLAN.
Auch beim Thementisch «Treffplätze» ging es um Orte, an denen sich Jugendliche begegnen können. Genannt wurden zusätzliche Sitzmöglichkeiten im Stadtgebiet, ein Grillplatz und ein Jugendcafé.
Schule im Fokus
Viele Anregungen gab es am Thementisch «Schule». Die Jugendlichen sprachen sich für Wasserspender, günstigeres Schulessen und eine bessere Klimatisierung der Klassenräume aus, um das Lernen an heißen Tagen zu erleichtern.
Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung
Am Thementisch «Haushalt» diskutierten die Jugendlichen darüber, wo Ressourcen eingespart und wo gespart werden sollte. Vorgeschlagen wurden unter anderem der Ausbau von Photovoltaik sowie ein bewusster Umgang mit Energie in Schulen, etwa durch richtig eingestellte Heizungen und das Ausschalten der Beleuchtung nach Unterrichtsschluss. Gleichzeitig wünschten sich die Jungen und Mädchen, dass Projekte wie der Neubau des Schwimmbads, die Ausstattung der Schulen sowie Parks und Straßen erhalten bleiben und weiterhin Priorität haben.
Klima und Umwelt
Passend zu dem heißen Wetter standen beim Thementisch «Klima und Umwelt» Maßnahmen für heiße Sommertage im Fokus. Genannt wurden kostenloses Trinkwasser, Hitzefrei und Klimaanlagen.
Mehr Information, Vielfalt und Freizeitangebote
Am Themenstand «Jugenddelegation» ging es darum, wie noch mehr junge Menschen erreicht werden können. Gewünscht wurden mehr Veranstaltungen sowie eine stärkere Präsenz der Jugenddelegation an Schulen und in der Öffentlichkeit.
Weitere Ideen entstanden an den Thementischen «Queer» und «Veranstaltungen». Dort standen unter anderem mehr Aufklärung und Ansprechpersonen an Schulen, ein stärkeres Sicherheitsgefühl sowie zusätzliche Freizeitangebote wie Konzerte, Teen-Partys ab 14 Jahren und Grillveranstaltungen im Mittelpunkt.
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