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Streit über Beherbergungsverbot

Baden-Badener FDP-Chef René Lohs mit spätem Protest – „Beherbergungsverbot ist kompletter Unsinn“

Baden-Badener FDP-Chef René Lohs mit spätem Protest – „Beherbergungsverbot ist kompletter Unsinn“
René Lohs, Stadtrat und Vorsitzender des FDP-Kreisverbands Baden-Baden. Foto: Archiv

Bild Nadja Milke Bericht von Nadja Milke
14.10.2020, 00:00 Uhr



Baden-Baden Gegen das von der Bundesregierung und den Ländern «geplante» Beherbergungsverbot für Hotels und Gaststätten wendet sich René Lohs, Baden-Badener FDP-Kreisvorsitzender und Stadtrat, in einer Erklärung von gestern.

Das Beherbergungsverbot ist nicht «geplant», wie René Lohs schreibt, sondern in Baden-Württemberg bereits seit Monaten in Kraft. Mit seiner Kritik «kompletter Unsinn» steht der FDP-Stadtrat nicht alleine da.

Inzwischen zieht sich der Zweifel am Sinn der Maßnahme längst durch fast alle Parteien, selbst Gesundheitsminister Jens Spahn, CDU, äußerte seine Zweifel. Schon heute könnte sich bei einem Gespräch zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Bundesländer etwas ändern an der umstrittenen Maßnahme des Beherbergungsverbotes. goodnews4.de berichtete.

Die Erklärung von René Lohs im Wortlaut:

Das Beherbergungsverbot ist kompletter Unsinn!

Zu dem von der Bundesregierung und den Ländern geplanten Beherbergungsverbot für Hotels und Gaststätten erklärt der Kreisvorsitzende der Baden-Badener FDP, Stadtrat und Landtagskandidat:

Natürlich waren viele Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Pandemie wohl richtig, sonst wären die Menschen in Deutschland bis jetzt nicht so gut davongekommen. Aber der absolute Stillstand des öffentlichen Lebens im Frühjahr war zu viel. Das räumt mittlerweile sogar die Bundesregierung ein.

Während in den Alten- und Pflegeheimen Menschen einsam starben, in vielen Familien es zu schrecklichen Auseinandersetzungen kam, wirtschaftliche Existenzen von Selbstständigen zerbrachen und das kulturelle Leben zum Erliegen kam, dachte sich die Corona-Bürokratie des Bundes und der Länder immer neue Beschränkungen und Verbote aus.

Mit der täglichen Meldung von Schreckenszahlen wurden und werden die Menschen verunsichert. Und dieser Psychoterror geht weiter: Jeden Tag werden derzeit neue Höchststände von Infektionen genannt, obwohl es ja vollkommen klar ist, dass mehr Infektionen festgestellt werden, wenn mehr getestet wird. Ob diese festgestellten Infektionen aber tatsächlich in eine Erkrankung oder gar Tod münden, bleibt jedoch stets im Dunkeln.

Die Lösung kann nur sein: Wir müssen lernen, mit der Pandemie zu leben und unser gewohntes Leben wieder aufzunehmen. Denn dies ist Voraussetzung dafür, dass unsere Wirtschaft wieder in Gang kommt und unser aller Wohlstand erhalten bleibt. Deshalb: Weg mit überflüssigen Verboten wie einem Beherbergungsverbot, das Hotels und Gaststätten noch weiter ruiniert.


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