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Weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen

Drei neue Corona-Verordnungen – Beherbergungsverbot, Sport, Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen – Verordnungen hier veröffentlicht

Drei neue Corona-Verordnungen – Beherbergungsverbot, Sport, Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen – Verordnungen hier veröffentlicht
Auch bei den weiteren Lockerungen ist Abstand immer noch die Corona-Regel Nummer 1. Foto: Archiv

Bild Nadja Milke Bericht von Nadja Milke
26.06.2020, 00:00 Uhr



Stuttgart Gleich drei neue Verordnungen hat die Landesregierung Baden-Württemberg gestern veröffentlicht. Für den Amateur- und Leistungssport sowie für Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen gibt es weitere Lockerungen und Vereinfachungen, der teilweise komplizierten Corona-Regelungen. Ein neues Verbot gibt es dagegen für Beherbergungsbetriebe.

Durch den Corona-Ausbruch bei dem Schlachtbetrieb Tönnies, sind die Landkreise Gütersloh und Warendorf zu Corona-Hotspots geworden. Menschen, die aus Landkreisen «mit hohem Infektionsgeschehen nach Baden-Württemberg einreisen, dürfen künftig nicht mehr in Beherbergungsbetrieben wie Hotels oder Campingplätzen übernachten.» Die Verordnung ist heute in Kraft getreten.

Eine entsprechende Verordnung wurde gestern von der Landesregierung verkündet. Betroffen sind Stadt- und Landkreise, «in denen in den letzten sieben Tagen vor der Anreise die Zahl der Neuinfektionen laut der Veröffentlichung des Robert-Koch-Instituts pro 100.000 Einwohner höher als 50 ist», heißt es in der Erklärung des Sozialministeriums Baden-Württemberg. Das Verbot gilt nicht für Menschen, die einen negativen Corona-Test vorlegen können.

Lockerungen gibt es hingegen für den Amateur- und Leistungssport. Die bisher geltenden drei Verordnungen zum Profi- und Spitzensport, zu Sportwettkämpfen und zu Sportstätten werden in einer neuen Corona-Verordnung Sport zusammengeführt, die am 1. Juli in Kraft tritt. Training, Spielbetrieb und Wettkämpfe in Kontaktsportarten sind dann wieder erlaubt, jedoch müssen Hygienevorschriften und Dokumentationspflichten beachtet werden.

«Im organisierten Trainings- und Übungsbetrieb kann von der Abstandsregel abgewichen werden, sofern das die für die Sportart üblichen Sport-, Spiel- und Übungssituationen erfordern. Abseits des Sportbetriebes ist der Abstand von mindestens 1,5 Metern weiter einzuhalten. Die maximale Gruppengröße für den Trainings- und Übungsbetrieb ist entsprechend der generellen Corona-Verordnung auf 20 Personen beschränkt. Bei Trainings- und Übungsformen, in denen ein andauernder körperlicher Kontakt erforderlich ist, sind feste Trainings- und Übungspaare zu bilden, zum Beispiel bei Kampfsportarten», erklärte das Kultusministerium gestern die neuen Regeln.

Auch Sportwettkämpfe mit Körperkontakt sind ab dem 1. Juli wieder erlaubt. Insgesamt dürfen allerdings maximal 100 Sportlerinnen und Sportler an einem Sportwettkampf oder Sportwettbewerb teilnehmen. Und auch Zuschauer sind wieder erlaubt. Hier liegt die Maximalzahl bei 100 Zuschauerinnen und Zuschauern, für die das Abstandsgebot gilt. Ab dem 1. August können insgesamt maximal 500 Sportlerinnen und Sportler sowie Zuschauerinnen und Zuschauer an Sportwettkämpfen oder Sportwettbewerben teilnehmen. Dabei ist die zahlenmäßige Aufteilung zwischen Sportlerinnen und Sportlern und Zuschauerinnen und Zuschauern dem Veranstalter freigestellt. Diese Regelung gilt dann bis einschließlich 31. Oktober.

Auch für die Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen gibt es eine neue Verordnung, die die bisherigen Regelungen ersetzt und am 1. Juli in Kraft tritt. Für den Unterricht gilt dann einheitlich eine Maximalgruppengröße von 20 Personen. Für den Tanz und den Unterricht in darstellendem Spiel entfallen die bisherigen Raumflächenregelungen. Darüber hinaus ist nur noch für Unterricht in Gesang und an Blasinstrumenten ein einheitlicher 2-Meter-Mindestabstand vorgesehen; für den Unterricht in den anderen Sparten entfallen die Abstandsregeln. Damit im Falle einer Infektion die Infektionsketten nachvollzogen werden können, müssen Teilnehmerlisten geführt werden.



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