Finale der Schachbundesligasaison

Aufatmen bei den Schachfans – OSG Baden-Baden hofft auf Deutsche Meisterschaft

Aufatmen bei den Schachfans – OSG Baden-Baden hofft auf Deutsche Meisterschaft
Foto: goodnews4-Archiv

Baden-Baden, 14.10.2021, Bericht: Walter Siemon/OSG Gefühltes Aufatmen bei allen deutschen Schachfans: Die längste Schachbundesligasaison aller Zeiten findet bis Sonntag in Berlin ihr spektakuläres Finale.

Fünfzehn Mannschaften treffen sich im Hotel Maritim pro Arte, um den deutschen Meister 2019/2021 zu ermitteln. Im März 2020 musste der Bundesliga-Schachbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochen werden. Zwar wurde im September 2020 in Karlsruhe in einem hygienisch strengstens geregelten Sonderturnier – Impfstoffe standen noch nicht zur Verfügung – auf der Basis freiwilliger Teilnahme ein Mannschaftsmeister 2020 ermittelt. Es siegte die OSG Baden-Baden vor Viernheim, aber der Plan, die reguläre Saison mit dem Tabellenstand vom März 2020 im Herbst 2021 zu Ende zu führen, hatte bereits feste Konturen. Nun ist es so weit, ermöglicht durch das unermüdliche und höchst aufwendige Engagement des Ausrichters, der Schachfreunde Berlin 1903, mit Unterstützung mehrerer Sponsoren.

Die im März 2020 eingefrorene Tabelle zeigt es: Die OSG Baden-Baden ist als Spitzenreiter erneut Favorit, mit vierzehn Mannschaftspunkten liegt der SV Hockenheim allerding gleichauf. Lediglich ein Brettpunkt, also gewissermaßen ein «Tor» trennt die beiden Mannschaften. Die OSG wird in gewohnt starker Besetzung antreten um den Titel zum fünfzehnten Mal an die Oos zu entführen, unter anderen mit Exweltmeister Viswanathan Anand, Richard Rapport, aktuell Nummer zehn der Welt, und Maxime Vachier-Lagrave, die Nummer dreizehn der Weltrangliste. Aber wenn es am kommenden Samstag ab 17.00 Uhr zum Showdown kommt, werden die Hockenheimer von einer Motivation der besonderen Art getragen werden: Sie werden sich mit dem Meistertitel aus der Schachbundesliga verabschieden wollen. Interne Schwierigkeiten haben den Verein zum Rückzug veranlasst, so dass er in der nächsten Saison, die im Januar 2022 beginnen soll, nicht mehr dabei sein wird.

 

Auch der SC Viernheim und die Schachfreunde Deizisau liegen aktuell noch aussichtsreich im Rennen. Insgesamt sieben Begegnungen in den kommenden Tagen, wobei an drei Tagen je eine Runde vormittags ab 10.00 Uhr und eine nachmittags am 17.00 ausgekämpft werden muss, werden den Mannschaften alles abverlangen. Wie auch immer es ausgehen wird, besonders die Schachfans der OSG Baden-Baden werden sich auch künftig auf den Titelhunger «ihres» Rekordvereins verlassen können, werden sich die Kurstädter doch mit den Großmeistern Anish Giri, Alexander Donchenko und Rückkehrer Georg Meier zusätzlich verstärken können.


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