Erste KSC-Aktien im Frühjahr 2020

KSC-Aktien ab Frühjahr 2020 – Auch ohne Börsengang sollen Fans Aktien kaufen

KSC-Aktien ab Frühjahr 2020 – Auch ohne Börsengang sollen Fans Aktien kaufen
KSC-Präsident Ingo Wellenreiter präsentiert den KSC-Fans ein in Deutschland einmaliges Beteiligungsmodell. Foto: Archiv

Karlsruhe, 09.12.2019, KSC Zu seiner siebten Sitzung traf sich der Ausgliederungsausschuss des KSC am Mittwochabend im Presseraum des Wildparkstadions.

Auch wenn die ursprüngliche Aufgabe des Ausschusses – die Ausgliederung des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs – bereits erledigt war, war es den KSC-Verantwortlichen wichtig, weiterhin das Gremium auch beim nächsten bedeuteten Schritt einzubinden: dem Aktienverkauf. Nachdem in der vorranggegangenen Sitzung im August bereits die Grundlagen für einen möglichen Aktienverkauf besprochen wurden, ging es am Mittwoch weiter in die Tiefe des Konzepts.

Nachdem KSC-Präsident Ingo Wellenreuther die Teilnehmer begrüßt hatte, führte Geschäftsführer Michael Becker in das Thema Aktienverkauf ein und stellte das für den KSC historische Projekt mit den verschiedenen Planungsschritten vor, die gemeinsam mit der Beratungsfirma Deloitte entwickelt wurden. Danach sollen im Frühjahr 2020 die ersten KSC-Aktien verkauft werden. Das Besondere daran: Als erster Fußball-Profisportverein in Deutschland will der KSC Aktien auch an Einzelaktionäre verkaufen, ohne dass das Unternehmen an der Börse notiert wäre. Das bedeutet, dass sich jeder Fan einfach und unkompliziert bereits ab einer Aktie seinen eigenen «Teil» vom KSC sichern kann. Gleichzeitig gibt es Pakete ab EUR 100.000,00 für institutionelle Anleger.

Zunächst sollen durch den ersten Aktienverkauf und einer damit verbundenen Kapitalerhöhung Verpflichtungen aus der Vergangenheit abgelöst werden. Optimal wäre es, in einem ersten Schritt 15 Millionen Euro zu erzielen. Damit könnten mit circa 8,5 Millionen Euro Michael Kölmel abgelöst, private Darlehen zurückgeführt und die Liquidität verbessert werden. Durch die Ablösung der vorgenannten Verpflichtungen könnten in Folge pro Jahr bis zu 1,5 Millionen Euro eingespart werden. Diese freigewordenen Mittel würden für den sportlichen Bereich, nachhaltige Investitionen und Rücklagen verwendet werden. Letzten Endes ginge damit eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit einher.

Die notwendige Festlegung des aktuellen Unternehmenswertes des KSC soll Anfang nächsten Jahres erfolgen und kommt über das sogenannte Transaction-Multiple-Verfahren zu Stande. Zudem wird die sportliche Situation mit einberechnet. Beim KSC kommt es zusätzlich zu den Sondereffekten durch die oben angesprochenen direkten Auswirkungen sowie durch die Perspektive des Stadionneubaus. Aus dem dadurch festgestellten Unternehmenswert kann dann der Preis einer einzelnen Aktie ermittelt werden.

Schon während der Vorstellung durch Michael Becker gab es viele Wortmeldungen und es fand ein reger Gedankenaustausch statt. Zum Ende der Sitzung sprach das Gremium dem KSC-Beirat und der Geschäftsführung einstimmig die Empfehlung aus, diesen eingeschlagenen Weg weiterzugehen und den Aktienverkauf in der vorgestellten Form zu realisieren. Die KSC-Geschäftsführung wird gemeinsam mit den Gremien des Vereins und der KGaA die Arbeit an diesem wichtigen Thema mit Hochdruck fortführen.


Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.