Schach-Bundesliga

OSG Baden-Baden siegt gegen Bremen – Erfolgreiches Wochenende für die Schach-Bundesligisten

OSG Baden-Baden siegt gegen Bremen – Erfolgreiches Wochenende für die Schach-Bundesligisten
Matchwinner Alexei Shirov. Foto: W. Siemon

Baden-Baden, 14.01.2026, Bericht: Walter Siemon Die OSG Baden-Baden kann in der Schachbundesliga auf ein erfolgreiches Wochenende zurückblicken: 5,5:2,5 gegen und 4,5:3,5 gegen den SK Kirchweyhe lauteten die Resultate.

Alexei Shirov war an Brett sechs der Matchwinner des Wochenendes, der den Kurstädtern mit zwei kraftvoll herausgespielten Punkten den zweiten Tabellenplatz vor den Verfolgern rettete. Auch wenn er mal etwas schlechter steht, schafft er es immer wieder, mit aggressiven Attacken schlagartig derartige Verwirrung aufs Brett zu zaubern, dass nur noch er selbst die Stellung versteht und die Gegner zu Fehlern verleitet werden. Auf die taktische Gewinnkombination kann man dann warten.

Nikita Vitiugov konnte gegen Bremen an Brett zwei einen Fehler seines Gegners zum raschen Sieg nutzen, Rustam Kasimdzhanov überspielte sein Gegenüber auf eher subtile Art und Weise. Weiterer Sieg an Brett acht (s.u.), ein Brett ging verloren, Unentschieden an den anderen Brettern.

 

Ein Wechselbad der Gefühle erlebte man an Brett acht bei Jungtalent Bennet Hagner, der sein Team bisher mit einer beispiellosen Erfolgsserie verwöhnt hat. In der Schachtheorie kursiert ein überspitztes Bonmot, demzufolge «alle Turmendspiele remis sind». Voraussetzung ist, schwer genug, präzises Spiel auf beiden Seiten. Und richtig: Auf Hagners Brett gegen Bremen hatte sich ein solch «remisliches» Turmendspiel ergeben, aber der junge OSG-IM ließ, vorbildhaft, nicht locker und wartete auf den Schnitzer des Gegners, der sich dann auch einstellte. Weiterer Sieg für Bennet.

Am Folgetag, gegen Kirchweyhe, lief es kurioserweise genau umgekehrt: Hagner, mit dem Rücken zu Wand, hatte sich viele Züge lang bravourös verteidigt und besagte Remis-Stellung im Turmendspiel erreicht, lief dann aber mit dem König in die falsche Richtung. Niederlage, im Endergebnis der knappst mögliche Mannschaftssieg für die OSG. Radosław Wojtaszek und, wie erwähnt, Alexei Shirov hatten ihn mit zwei vollen Punkten sichergestellt.

Es waren zwei Runden, die eigentlich für April angesetzt waren, wegen einer Überschneidung mit dem Turnier der Einzeleuropameisterschaft aber vorgezogen wurden, um den Vereinen Besetzungsschwierigkeiten bei ihren Bundesligamannschaften zu ersparen.




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