Logo goodnews4Plus

Corona-Hilfe

Anfrage von goodnews4 an das Bundeswirtschaftsministerium zur Überbrückungshilfe – Auch November- und Dezemberhilfe immer noch möglich

Bild Nadja Milke Bericht von Nadja Milke
25.03.2021, 00:00 Uhr



Baden-Baden Eine Reihe von Anfrage von goodnews4-Lesern zu der aktuellen Überbrückungshilfe für Unternehmen und Soloselbstständige leitete unsere Redaktion an das Bundeswirtschaftsministerium weiter.

Eine Sprecherin des Ministeriums in Berlin beantwortete insbesondere die Frage wer bei der Beantragung der Überbrückungshilfe helfen kann.

Die Informationen des Bundeswirtschaftsministeriums im Wortlaut:

Anträge auf Überbrückungshilfe III können über sog. prüfende Dritte gestellt werden. Hierzu gehören neben Steuerberatern auch Steuerbevollmächtigte, Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüferinnen, vereidigte Buchprüfer und Buchprüferinnen sowie Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen. Hier kann es sich empfehlen, mehrere Angebote einzuholen.

Auf der Homepage des BMWi finden sich Links zum:
• Steuerberater-Suchdienst
• Berufsregister für Wirtschaftsprüfer/vereidigte Buchprüfer
• Steuerberater-Suchservice des Deutschen Steuerberaterverbandes e.V. (DStV)
• Rechtsanwalts-Register

Wenn ein Unternehmen tatsächlich keinen Steuerberater findet, sollte eine Meldung an den jeweiligen Landesverband bzw. Landeskammer der Steuerberater erfolgen. Diese helfen in solchen Fällen.

Wichtig ist, dass die Kosten für die Antragstellung durch den prüfenden Dritten im Rahmen der Überbrückungshilfe anteilig je nach Höhe des Umsatzeinbruchs erstattet werden. Das heißt, wenn z.B. 90 Prozent der Fixkosten eines Unternehmens im Rahmen der Überbrückungshilfe erstattet werden, werden die Prüferkosten für die Antragsstellung ebenfalls i.H.v. 90 Prozent erstattet. Die Kostenerstattung für die Antragstellung kann im Antrag auf Überbrückungshilfe direkt mitbeantragt werden. Die zuständigen Bewilligungsstellen der Länder prüfen bei der Antragsprüfung neben den anderen geltend gemachten Positionen auch die geltend gemachten Kosten der prüfenden Dritten.

Neben der Überbrückungshilfe gibt es auch Hilfen, die Antragsteller selbst beantragen können. Hierzu gehört die Betriebskostenpauschale («Neustarthilfe») für Soloselbstständige in Höhe von bis zu 7.500 Euro. Die Neustarthilfe ist ein neuer Programmteil im Rahmen der Überbrückungshilfe III für Soloselbständige für die Monate Januar bis Juni 2021. Seit ihrem Start am 16. Februar 2021 wurden rund 99.000 Anträge mit einem Volumen von über 588,1 Millionen Euro gestellt und bereits über 549,7 Mio. Euro ausgezahlt. Soloselbstständige können auch im Rahmen der November- und Dezemberhilfe einen Antrag direkt stellen, wenn die Höhe der zu beantragenden Novemberhilfe beziehungsweise Dezemberhilfe höchstens 5.000 Euro beträgt.

www.bmwi.de


Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.