Statistik

Baden-Württemberg hat hohe Einbußen in China und den USA – Export hält sich dennoch bei plus 0,1 Prozent

Baden-Württemberg hat hohe Einbußen in China und den USA – Export hält sich dennoch bei plus 0,1 Prozent

Stuttgart, 25.11.2025, Bericht: Redaktion Die Statistiker des Landesamtes in Stuttgart mussten scharf rechnen. Die Exporte im Zeitraum Januar bis September 2025 sind mit plus 0,1 Prozent gerade noch einen Hauch über dem Vorjahreszeitraum.

Die Mitteilung des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg vom 24. November 2025 im Wortlaut:

Nach Rückgängen in den Gesamtjahren 2023 und 2024 zeigt sich der baden-württembergische Ausfuhrwert der ersten drei Quartale 2025 trotz schlechter Perfomance in den USA und China gegenüber dem Vorjahreszeitraum insgesamt stabil.

Baden-Württembergs Unternehmen exportierten im Zeitraum Januar bis September 2025 Waren im Gesamtwert von 182,6 Milliarden Euro ins Ausland. Wie das Statistische Landesamt nach vorläufigen Ergebnissen der Außenhandelsstatistik mitteilt, übertraf der Ausfuhrwert das Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums damit nur geringfügig um 0,1 Prozent, was im Ergebnis einer Stagnation gleichkommt (Gesamtdeutsche Ausfuhrentwicklung: +0,3 Prozent). In den Gesamtjahren 2023 und 2024 war der jeweilige Exportwert im Südwesten um 5,9 Prozent beziehungsweise 4,2 Prozent gesunken.

 

Die baden-württembergischen Einfuhren stiegen in den ersten drei Quartalen 2025 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 165,1 Milliarden Euro (+0,9 Prozent).

Die Vereinigten Staaten bleiben trotz eines prägnanten Rückgangs im Warenwert das Zielland Nummer 1 der baden-württembergischen Exportunternehmen. Der Wert der im Zeitraum Januar bis September 2025 in die USA ausgeführten Waren fiel gegenüber dem Vorjahreszeitraum Januar bis September 2024 um 11,3 Prozent bzw. mehr als 3 Milliarden Euro auf rund 23,7 Milliarden Euro. In der genannten Zeitspanne war dies die größte absolute Abnahme, die Baden-Württemberg im Exportgeschäft mit einem Land verzeichnete. Nach 2023 und 2024, in denen die Südwestausfuhren in die Vereinigten Staaten insgesamt ebenfalls bereits um 7,6 Prozent beziehungsweise 4,3 Prozent zum Vorjahr zurückgegangen waren, scheint sich die Negativentwicklung 2025 wieder zu verstärken.

Ebenfalls hohe Einbußen registrierten Baden-Württembergs Unternehmen im Export nach China (Rang 5 unter den Zielländern). Die Warenbewegungen in die Volksrepublik betrugen nach den ersten drei Quartalen 2025 rund 10,3 Milliarden Euro und lagen im Warenwert um 15,7 Prozent beziehungsweise 1,9 Milliarden Euro niedriger als im gleichen Zeitraum 2024. Das Ausfuhrgeschäft mit der Schweiz zog dagegen weiter an: Nachdem 2024 bereits eine Zuwachsrate von 9,9 Prozent gestanden hatte, erhöhten sich die Ausfuhren im aktuellen Jahr bis Ende September auf 18,2 Milliarden Euro, was einem Plus von 20,3 Prozent beziehungsweise 3,1 Milliarden Euro entspricht und Rang 2 bedeutet. Die Ränge 3 und 4 der wichtigsten Empfängerländer belegten Frankreich (+1,9 Prozent) und die Niederlande (−2,8 Prozent).




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