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Neue Corona-Verordnung Messen

Doch Hoffnung für Herbst-Kongresse in Baden-Baden – Messen, Ausstellungen und Kongresse mit mehr als 500 Personen ab 1. September erlaubt – Sozialminister Lucha: „Abstands- und Hygieneregeln müssen konsequent eingehalten werden“

Doch Hoffnung für Herbst-Kongresse in Baden-Baden – Messen, Ausstellungen und Kongresse mit mehr als 500 Personen ab 1. September erlaubt – Sozialminister Lucha: „Abstands- und Hygieneregeln müssen konsequent eingehalten werden“
Das Meeting der Rückversicherer in Baden-Baden gehört zu den wichtigsten Terminen für Hotellerie, Gastronomie und auch den Einzelhandel. Foto: Archiv

Bild Nadja Milke Bericht von Nadja Milke
16.07.2020, 00:00 Uhr



Baden-Baden/Stuttgart Am Dienstag hatte Oberbürgermeisterin Margret Mergen im goodnews4-VIDEO-Interview noch wenig Hoffnung machen können für die großen Kongresse im Herbst, die jedes Jahr tausende Gäste für Hotellerie, Gastronomie und Einzelhandel nach Baden-Baden bringen.

Die gestern von der Landesregierung beschlossenen Lockerungen geben nun etwas mehr Grund zur Hoffnung, dass das Meeting der Rückversicherer und die Medizinische Woche auch im Corona-Jahr stattfinden könnten. Ein Hemmnis bleiben jedoch die Abstandsregeln, die die Teilnehmerzahl, besonders an kleineren Messe-Standorten wie dem Kongresshaus Baden-Baden, einschränken.

Seit Mitte März 2020 wurden in Baden-Württemberg und damit auch in Baden-Baden keine Messen, Ausstellungen und Kongresse mehr durchgeführt. Ab dem 1. August dürfen wieder kleinere Messen, Ausstellungen und Kongresse mit bis zu 500 Teilnehmenden stattfinden und ab dem 1. September 2020 dürfen Messen, Ausstellungen und Kongresse mit mehr als 500 Personen durchgeführt werden.

«Es ist wichtig und richtig, dass wir die Rahmenbedingungen für die Messebranche verbessern und ich bin erleichtert, dass das Infektionsgeschehen dies zulässt. Bei aller notwendigen Vorsicht müssen wir dafür Sorge tragen, dass der Messestandort Baden-Württemberg attraktiv bleibt und im Wettbewerb mit anderen Bundesländern und den Nachbarländern nicht das Nachsehen hat. Ohne die weiteren Lockerungen droht nicht nur ein irreparabler Schaden für die Messebranche in Baden-Württemberg, sondern auch ein erschwerter Wiederanlauf der Wirtschaft des Landes insgesamt. Denn unsere Wirtschaft ist auf die Messen als Schaufenster für ihre Produkte angewiesen», wird Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut in der Erklärung ihres Ministeriums zitiert.

«Beim Zusammentreffen vieler Menschen in geschlossenen Räumen ist weiterhin die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln oberstes Gebot. Verschiedene Ausbrüche in unterschiedlichen Settings zeigen, dass das Coronavirus jede Chance zur Weiterverbreitung ausnutzt. Es liegt in der Verantwortung der Aussteller und Besucher, dass Messen nicht zum Treiber des Infektionsgeschehens werden. Die Notwendigkeit, weitreichende Beschränkungsmaßnahmen wieder einführen zu müssen, müssen wir nach Möglichkeit vermeiden», mahnt Gesundheitsminister Manne Lucha.

Nach den neuen Hygienevorgaben für die Durchführung von Messen, Ausstellungen und Kongressen müssen Mund-Nasen-Bedeckungen an einzelnen Ständen oder auch bei Einnahme von Sitzplätzen nur dann getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen nicht sicher eingehalten werden kann. Auch die Mindestquadratmeterzahl pro Person wird von zehn auf sieben Quadratmeter gesenkt, wobei grundsätzlich die Besucherzahl für die Berechnung maßgeblich ist. Standpersonal wird nicht angerechnet. Die Veranstalter müssen den zuständigen Behörden ein Hygienekonzept zur Genehmigung vorlegen, in dem auch die maximale Teilnehmerzahl festgelegt ist.

«Veranstalterinnen und Veranstalter haben die Anzahl der tatsächlich gleichzeitig anwesenden Personen so zu begrenzen, dass die Abstandsregelungen eingehalten werden können. Bei der Durchführung einer Messe, Ausstellung und im Ausstellungsbereich eines Kongresses darf eine Mindestfläche von sieben Quadratmetern pro Besucherin oder Besucher bezogen, auf die für die Besucherinnen und Besucher zugängliche Ausstellungsfläche nicht unterschritten werden», heißt es dazu in der neuen «Corona-Verordnung Messen». Und weiter: «Bei Kongressen mit einer Ausstellungsfläche, die kleiner als 200 Quadratmeter ist, muss im Hygienekonzept nach § 5 CoronaVO dargelegt werden, dass und wie auch bei einer Unterschreitung der Mindestfläche der Mindestabstand nach § 2 CoronaVO im Ausstellungsbereich eingehalten werden kann; ab 1. August 2020 gilt dies für Kongresse mit einer maximalen Ausstellungsfläche von 400 Quadratmetern, ab 1. September 2020 für Kongresse mit einer maximalen Ausstellungsfläche von 2000 Quadratmetern. Die Ausstellungsfläche ergibt sich aus den durch die Ausstellerinnen und Aussteller belegten Flächen.»

Mehr: PDF Corona-Verordnung Messen


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