Handlungsanleitung für Kommunen
Rahmenbedingungen für vitale Innenstadt in Baden-Baden – Rezept-Angebot der IHK – „Von der historischen Altstadt bis zur Tourismusstadt“

Baden-Baden, 20.11.2025, Bericht: Redaktion Die IHKs in Baden-Württemberg stellen auch für Baden-Baden ein «Rezeptbuch für eine attraktive Innenstadt» vor. Als Grundlage für eine professionelle Vitalisierung für Städte bis 50.000 Einwohner.
Auch wenn Baden-Baden nun fast 60.000 Einwohner zählt, lohnt sich die Studie der «Rezepte» der IHK. Bisher sind die Maßnahmen von gutem Willen gesteuert. Ein methodisches Vorgehen mit validen Zahlen und einem Blick auf die Rahmenbedingungen können auch Baden-Baden guttun. Zuletzt hatte die Stadt auch Maßnahmen Akteuren überlassen, die die kommunale Steuerung von Rahmenbedingungen nicht leisten können.
Die Mitteilung der IHK Karlsruhe vom 19. November 2025 im Wortlaut:
Lebendige Stadtzentren sind kein Selbstläufer
Die Innenstädte in Baden-Württemberg stehen weiterhin unter Druck: Geschäftsschließungen, Leerstände, vernachlässigtes Stadtbild sowie knappe Budgets prägen vielerorts das Bild. Aus Sicht der Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammern, Zeit zu handeln: Starke, attraktive und funktionierende Stadtzentren brauchen verlässliche Rahmenbedingungen. Handel und Gastronomie müssen in der Innenstadt wirtschaftlich erfolgreich arbeiten können.
Dafür sind gezielte Entlastungen und der Verzicht auf neue Belastungen entscheidend. Ebenso wichtig: Die Menschen müssen mit dem Verkehrsmittel ihrer Wahl in und durch die Stadt kommen. «Nur so bleibt die Innenstadt ein attraktiver Wirtschaftsstandort, in dem Handel, Gastronomie und weitere Innenstadtakteure die Impulse aus dem Rezeptbuch erfolgreich umsetzen können!», erklärte Manfred Schnabel, BWIHK-Vizepräsident und Präsident der IHK Rhein-Neckar, bei der heutigen Vorstellung des «Rezeptbuches für eine attraktive Innenstadt».
Das Buch ist eine praxisnahe Handlungsanleitung zum «Nachkochen» für Kommunen, Wirtschaftsförderungen und lokale ehrenamtliche Akteure, insbesondere in Städten unter 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.
Die Rezepte basieren auf den Erkenntnissen aus fünf Jahren IHK-Innenstadtberatung im Land, mit 123 Innenstadtberatungen und rund 14.000 Befragungen von Besuchern innerhalb des Förderprojekts «Innenstadtberatung» des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus. Die Analyse folgt dem Prinzip: Gut für die Innenstädte ist, &lauqo;was dem Gast schmeckt».
Gezeigt wird, was Besucherinnen und Besucher heute von einer attraktiven Innenstadt erwarten, aber auch, was Kommunen möglichst vermeiden sollten. Die Beispiele zeigen, welchen Städten die Umsetzung dieses Anforderungskataloges bereits besonders gut gelingt.
Bernhard Nattermann, Handelsexperte der IHK Bodensee-Oberschwaben, die im BWIHK in Handelsfragen federführend ist, erläutert das Analyse-Konzept näher: «Unser Rezeptbuch ist keine theoretische Studie, sondern voller Handlungsempfehlungen, die wir mit dem Bild von Rezepten eines Kochbuchs vergleichen. Damit kann jeder ohne ausgesprochene Vorkenntnisse ‚ein schmackhaftes Gericht‘ zubereiten, also erprobte Innenstadtkonzepte auf den Weg bringen, die seiner Kommune helfen.»
Volker Hasbargen, Präsident der IHK Karlsruhe, unterstreicht: «Unsere Innenstädte sind aktive Lebensräume. Sie verändern sich und wir können Sie formen. Mit dem Rezeptbuch für vitale Innenstädte geben wir Kommunen, Handel und Bürgern einen praxisnahen Leitfaden an die Hand, um diese Veränderung aktiv zu begleiten. Ganz nach dem Motto: Wer gute Zutaten benutzt, kann für die Zukunft kochen.»
Die Inhalte des «Kochbuchs» im Überblick:
• Acht Grundrezepte für unterschiedliche Stadttypen – von der historischen Altstadt bis zur Tourismusstadt.
• Erfolgsfaktoren als Grundzutaten wie Angebotsvielfalt, Erreichbarkeit, Ambiente und Veranstaltungen.
• Warnsignale für den «Untergangsrezept»-Mix, der zu Leerstand und Attraktivitätsverlust führt.
• Eine klare Handlungsanleitung, welche Rezepte von wem nachzukochen, anzupassen oder zu kombinieren sind.
Das Rezeptbuch inklusive vieler guter Beispiele aus Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg kann abgerufen werden unter: www.ihk.de
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