Statistik
Verfügbares Pro-Kopf-Einkommen in Baden-Württemberg gestiegen – Nominal um 3,5 Prozent

Stuttgart, 17.06.2026, Bericht: Redaktion Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte in Baden-Württemberg betrug nach Angaben des Statistischen Landesamts im Jahr 2024 bezogen auf die Einwohner durchschnittlich 31.966 Euro und nahm damit gegenüber dem Vorjahr nominal um 3,5 Prozent zu. Dies zeigen aktuelle Ergebnisse des Arbeitskreises «Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder».
Da der Anstieg bei den Verbraucherpreisen mit 2,2 Prozent schwächer war, verzeichneten die privaten Haushalte im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt auch einen Zuwachs bei den realen Pro-Kopf-Einkommen. «Sowohl die Entwicklung der verfügbaren Einkommen als auch der Verbraucherpreise kann für einzelne Haushalte allerdings unterschiedlich ausfallen», erklären die Statistiker.
Bundesweit stieg das verfügbare Einkommen je Einwohner in 2024 um 3,7 Prozent auf 30.069 Euro an. Das Pro-Kopf-Einkommen der baden-württembergischen Haushalte lag damit um annähernd 1.900 Euro über dem Bundesdurchschnitt.
Insgesamt erreichte das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte im Südwesten im Jahr 2024 die Summe von 359,2 Milliarden Euro. Das waren 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Maßgeblich sei der Anstieg des verfügbaren Einkommens auf die Zunahme bei den Arbeitnehmereinkommen zurückzuführen. Das Arbeitnehmerentgelt der Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger, das mit rund 346,3 Milliarden Euro 77 Prozent des Primäreinkommens – das Einkommen aus Arbeit und Vermögen – ausmachte, lag 2024 um 5,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Aber auch die monetären Sozialleistungen erhöhten sich mit 7,5 Prozent kräftig, was unter anderem auf gestiegene Rentenzahlungen zurückzuführen sein dürfte. Die Einkommen aus unternehmerischer Tätigkeit blieben im Vorjahresvergleich nahezu unverändert und die Vermögenseinkommen waren mit -1,2 Prozent rückläufig. Ebenso dämpften der Anstieg bei den geleisteten Einkommen- und Vermögensteuern um 4,7 Prozent sowie 5,9 Prozent höhere Sozialbeiträge um den Zuwachs des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte im Land.
Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte einschließlich privater Organisationen ohne Erwerbszweck gibt an, wie viel Geld für Konsum und Sparen zur Verfügung steht. Es setzt sich zusammen aus den Einkommen aus Erwerbstätigkeit und Vermögen, dem sogenannten Primäreinkommen, zuzüglich empfangener laufender Transfers – vorwiegend monetäre Sozialleistungen – und abzüglich direkter Steuern und Sozialbeiträge.
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