Aus dem Rathaus Baden-Baden

Auch Baden-Badener Bürgermeister Roland Kaiser fordert leisere Motorräder – Gemeinsam mit Minister Herrmann vor der Landespressekonferenz

Auch Baden-Badener Bürgermeister Roland Kaiser fordert leisere Motorräder – Gemeinsam mit Minister Herrmann vor der Landespressekonferenz
Landesverkehrsminister Winfried Herrmann, Bürgermeister Roland Kaiser, Bürgermeisterin Sonja Schuchter, Sasbachwalden, und der Lärmschutzbeauftragte der Landesregierung, Thomas Marwein. Foto: Martin Stollberg/Ministerium für Verkehr BW

Baden-Baden, 15.02.2020, Bericht: Rathaus 74 Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg, darunter auch Baden-Baden, und sieben Landkreise fordern gemeinsam mit Verkehrsminister Winfried Hermann und dem Lärmschutzbeauftragten der Landesregierung, Thomas Marwein, mehr Anstrengungen, um Motorradlärm spürbar zu reduzieren.

Motorradlärm ist ein zunehmendes Problem in vielen Gemeinden, insbesondere in den landschaftlich reizvollen, bergigen und touristischen Gebieten. Hermann, Marwein und Sonja Schuchter, Bürgermeisterin von Sasbachwalden und Sprecherin der kommunalen Mitglieder der «Initiative Motorradlärm», haben einen Forderungskatalog in Stuttgart vorgestellt.

Ziel der «Initiative Motorradlärm» ist, dass jeder in seiner Verantwortung und Zuständigkeit dazu beiträgt, dass Motorräder leiser werden, sie leiser gefahren werden und rücksichtsloses Fahren deutliche Folgen hat. Dazu gehört auch, dass Land und Kommunen mehr rechtliche Möglichkeiten bekommen, den Motorradlärm einzudämmen.

«Auch Baden-Baden hat seine Problemstellen», sagte Bürgermeister Roland Kaiser, der bei der Präsentation in der Landeshauptstadt den Stadtkreis vertrat. «Das sind die Schwarzwaldhochstraße, die Großherzog-Friedrich-Luisenstraße, aber auch die L78 nach Gernsbach und die L84 vom Rebland hinauf zum Zimmerplatz. Seit längerem stehen entsprechende Hinweisschilder, die auf die Lärmproblematik hinweisen und die Motoradfahrer bitten, rücksichtsvoll zu fahren. Seit letztem Jahr hat Baden-Baden mit finanzieller Unterstützung des Landes zudem drei Lärmdisplays entlang von Motorradfahrern stärker befahrenen Strecken angeschafft. Wir schöpfen den rechtlichen Rahmen aus, um Motorradlärm wirkungsvoll einzudämmen.»

«Doch sind diese Möglichkeiten», so Kaiser weiter, «durch ungenügende europäische Genehmigungs-, Zulassungsregelungen und unzureichende bundesgesetzliche Regelungen begrenzt. Das Land startet nun dazu eine entsprechende Bundesratsinitiative. Eines ist mir noch wichtig: Es geht mir bei der Initiative nicht um die rücksichtsvollen Zweiradfahrer. Wir wollen mit einer konzertierten Aktion gegen eine aggressive Fahrweise mit hohen Drehzahlen und das Verbieten der Manipulationen am Motorrad die Lärmbelastung deutlich reduzieren. Der Schutz unserer Bürger und Gäste ist mir wichtig. Und auch die Wanderer sollen den Wald und die Wanderwege genießen können, ohne regelmäßig von überlauten Maschinen gestört zu werden.»


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