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Zukunft der Pauschalreisen nicht in Gefahr

Flughafen-Manager Eric Blechschmidt sieht mögliche Auswirkungen durch Klima-Politik – Zu Berlin-Gerüchten: Kein Einfluss aus Stuttgart auf Geschäftspolitik

Flughafen-Manager Eric Blechschmidt sieht mögliche Auswirkungen durch Klima-Politik – Zu Berlin-Gerüchten: Kein Einfluss aus Stuttgart auf Geschäftspolitik

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goodnews4-O-TON-Interview von Nadja Milke mit Eric Blechschmidt

Baden-Baden/Karlsruhe, 09.11.2019, Bericht: Redaktion Auch nach der Thomas Cook-Pleite sieht FKB-Sprecher Eric Blechschmidt keine Gefahr für eines der wichtigsten Standbeine des Tourismus: «Pauschalreisen sind nach wie vor die sicherste und bequemste Art zu reisen».

Diese Form des Reisens sei nach wie vor die sicherste und bequemste Art zu reisen, erklärte der Bereichsleiter Luftverkehr am Flughafen Baden-Baden/Karlsruhe im goodnews4-O-TON-Interview.

Anders sieht der Flughafen-Manager die möglichen Auswirkungen der Klima-Diskussion: «Ich glaube schon, dass es Auswirkungen haben wird. In welcher Form lässt sich heute aber noch nicht sagen, da die Änderungen, die da kommen, von der Politik ja noch nicht entsprechend umgesetzt sind». Im goodnews4-O-TON-Interview geht Eric Blechschmidt auf die möglichen Auswirkungen von Erhöhungen von Flugsteuern ein.

Ebenfalls Stellung nimmt Eric Blechschmidt zu Spekulationen, dass der Flughafen Stuttgart Einfluss nehmen könnte auf Angebot des FKB, um seine Wettbewerbssituation zu verbessern. Solche Mutmaßungen waren aufgekommen als bekannt wurde, dass die Verbindung vom FKB nach Berlin-Tegel eingestellt werden.


Abschrift des goodnews4-O-TON-Interviews mit Eric Blechschmidt, Bereichsleiter Luftverkehr am Flughafen Baden-Baden/Karlsruhe:

goodnews4:: Herr Blechschmidt, nach der Thomas Cook-Pleite wurde schnell über das Ende des Pauschalreise-Zeitalters gesprochen. Was ist denn Ihr Eindruck zu den Entwicklungen im Tourismus?

Eric Blechschmidt: Die Pauschalreisen sind nach wie vor die sicherste und bequemste Art zu reisen. Viele Kunden schätzen die Qualität und den guten Service. Unser Eindruck ist, dass die Reisen nach wie vor deshalb begehrt sind und auch nicht rückläufig sind. Das heißt den Kunden ist ganz besonders wichtig, dass sie alles auf einer Hand organisiert haben: Anreise und Abreise, sprich Flug, Transfer und Hotel und auch ein Ansprechpartner vor Ort haben, weil es zum Beispiel bei Naturereignissen zu Unregelmäßigkeiten kommen kann. Gerade da ist es wichtig, jemanden vor Ort zu haben.

goodnews4: Hat sich denn die Cook-Pleite auf das Buchungsverhalten ausgelöst in irgendeiner Weise?

Eric Blechschmidt: Nach unserer Erfahrung nicht. Es ist kein Rückgang zu verzeichnen.

goodnews4: Aber Buchungsverhalten muss ja nicht immer Rückgang bedeuten. Gibt es etwas worauf Kunden besonders wertlegen oder achten bei ihrer Buchung?

Eric Blechschmidt: Nein, es gibt keine Veränderung, das heißt dem Kunden ist nach wie vor wichtig, dieses Komplettpaket zu haben, diesem Klientel, die das betrifft.

goodnews4: Grundsätzlich sind die Flugreisen im Zusammenhang mit der Klimadiskussion in die Schlusslinie geraten. Glauben Sie das wird Auswirkungen haben auf den Flughafen Karlsruhe Baden-Baden in der Zukunft?

Eric Blechschmidt: Ja, ich glaube schon, dass es Auswirkungen haben wird. In welcher Form lässt sich heute aber noch nicht sagen, da die Änderungen, die da kommen, von der Politik ja noch nicht entsprechend umgesetzt sind.

goodnews4: Mit welchen Änderungen rechnen Sie da?

Eric Blechschmidt: Die Erhöhung der Luftverkehrsteuer ist ein Thema, die ja die Politik vorangetrieben hat und die auch beschlossen ist. Und das betrifft dann natürlich auch uns. Inwieweit sich das auf das Buchungsverhalten der Passagiere auswirkt, wissen wir nicht. Flüge für den Sommerflugplan 2020 sind weiterhin im normalen Umfang buchbar.

goodnews4: Schmerzlich vermisst ist trotz aller Klimadiskussionen die Verbindung nach Berlin. Gibt es denn da Hoffnungen auf einen neuen Anbieter?

Eric Blechschmidt: Konkret nicht, wir reden mit mehreren Airlines, die daran Interesse haben könnten, die Strecke zu bedienen. Es ist allerdings so für diese Strecken von Regionalflughafen braucht man eine Airline, die kleine Flugzeuge besitzt und betreibt und von denen gibt es immer weniger in Deutschland, eigentlich gar keine mehr. Insofern gestalten sich die Gespräche schwierig.

goodnews4: Nicht verstummen wollen die Stimmen, dass die Berlin-Verbindung dem Mutterflughafen Stuttgart ein Dorn im Auge war und dort entsprechend Weichen gestellt wurden. Ist da was dran?

Eric Blechschmidt: Nein, da ist Garnichts dran. Das Einzugsgebiet von uns überschneidet sich ja fast überhaupt nicht mit den Stuttgartern.

goodnews4: Dann bedanke ich mich für das Interview, Herr Blechschmidt. Danke schön!

Eric Blechschmidt:Danke auch, Frau Milke.

Das Interview führte Nadja Milke für goodnews4.de


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