Gerichtsverhandlung

Landgericht Baden-Baden verhandelt wegen schwerer Brandstiftung – Papier und Autoreifen in Mehrfamilienhaus in Brand gesetzt

Landgericht Baden-Baden verhandelt wegen schwerer Brandstiftung – Papier und Autoreifen in Mehrfamilienhaus in Brand gesetzt
Foto: Archiv

Baden-Baden, 24.01.2026, Bericht: Redaktion Am Mittwoch steht ein heute 46-jähriger Angeklagter wegen einer schweren Brandstiftung im vergangenen Juni in einem Mehrfamilienhaus vor dem Landgericht Baden-Baden.

Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden geht davon aus, dass der angeklagte deutsche Staatsangehörige, sich an einem Nachmittag im Juni 2025 Zugang zu einem Keller eines Mehrfamilienhauses in Baden-Baden verschafft, dort Papier und Autoreifen in Brand gesetzt und sich dann entfernt hat. Hierbei habe er billigend in Kauf genommen, dass sich der Brand ausbreite und Personen zu Schaden kommen würden. Der Brand habe auf einen Kellerverschlag übergegriffen, habe aber, noch bevor er sich habe weiter ausbreiten können, durch die alarmierte Feuerwehr gelöscht werden können. Im Tatzeitpunkt hätten sich sechs Personen in dem Gebäude aufgehalten, von denen zwei Personen durch starke Rauchentwicklung gesundheitliche Beeinträchtigungen erlitten. Am Gebäude ist ein Sachschaden von rund 100.000 Euro entstanden.

 

Zum Zeitpunkt der Tat soll der Beschuldigte «nicht ausschließbar schuldunfähig gewesen» sein. Da zudem davon auszugehen sei, dass von dem Beschuldigten aufgrund seines Zustandes auch zukünftig weitere, auch erhebliche rechtswidrige Taten zu erwarten seien, und er deshalb für die Allgemeinheit gefährlich sei, lägen die Voraussetzungen für eine Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus vor. Darüber hat das Landgericht unter dem Vorsitz von Stefan Schmid in der Verhandlung am Mittwoch ab 13.30 Uhr zu entscheiden. Der Beschuldigte befindet sich in Haft.




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