Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Zur Misere mit dem Wörthböschelpark“ – „Warum hat Bürgermeister Uhlig seine Erfahrungen mit dem Benckiserpark in Pforzheim nicht vorher kundgetan?“

Baden-Baden, 13.06.2022, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Wolfgang Holstein Stellung.

Ein weiterer Beweis dafür, dass die Stadtverwaltung von Bad-Bad Schilda inkl. Rathausspitze nichts bis zu Ende denkt, ist der Wörthböschelpark. Pressewirksam eingeweiht von einer damals noch strahlenden Oberbürgermeisterin sollte diese für viel Geld aufgemotzte Grünanlage mit Spielplatz, Ooslagune, Chill- und Grillplatz, Basketballfeld, Pumptrack, Fußballplatz, Spazierwegen, Radwegen, Liegewiese und Indianerspielplatz der Freizeit und Erholung der Bevölkerung dienen. Und potzblitz, wer hätte das gedacht, die Anlage wurde tatsächlich von der Bevölkerung angenommen und ist an schönen Abenden und Wochenende gut frequentiert. So weit so gut. Die Stadtverwaltung hat also das erwünschte Ziel erreicht, aber leider wieder einmal nicht zu Ende gedacht.

Wenn sich viele Menschen über mehrere Stunden irgendwo aufhalten, werden viele zwangsläufig von einem menschlichen Bedürfnis geplagt, aber wohin damit? An eine annehmbar saubere und gut erreichbare Toilettenanlage haben die Verantwortlichen natürlich nicht gedacht und so erleichtern sich die Menschen hinter den umliegenden Büschen und Bäumen. Das ist nicht im Sinne der Erfinder und diesem Treiben soll Einhalt geboten werden. Der Wille dafür ist zwar vorhanden, nicht aber das Geld. Denn hier reicht es nicht, einfach ein oder zwei Dixi-Klos in die Landschaft zu stellen. Hier muss, und zwar ohne Rücksicht auf die Kosten, eine komplette Toilettenanlage für Männlein und Weiblein installiert werden.

 

Die Bedenken, dass diese Toiletten, wie auch der gesamte Wörthböschelpark Ziel von Vandalismus werden könnte, sind berechtigt und auch dafür gilt es Abhilfe zu schaffen. Man wird nicht umhinkommen, die ganze Anlage inkl. Toiletten 24 Stunden von privaten Wachdiensten kontrollieren zu lassen. Das alles kostet eine Menge Geld, und hier schließt sich der Kreis mit dem Eingangssatz, wonach die ganze Aktion von den Planern und der Rathausspitze nicht zu Ende gedacht wurde. Warum hat beispielsweise der Bürgermeister Uhlig seine leidvollen Erfahrungen mit dem Benckiserpark in Pforzheim nicht vorher kundgetan, statt diese jetzt als Weisheit pressewirksam zu verbreiten. Auch aus den Rastatter Erfahrungen mit dem dortigen Schlosspark hätte man lernen können. Aber in Baden-Baden hat man oftmals bei vielen Projekten keine Ahnung, weiß aber trotzdem alles besser, um dann am Ende mit einem dummen Gesicht dazustehen.

Es bleiben eigentlich nur zwei Möglichkeiten, entweder «Augen zu und durch» mit allen sich daraus ergebenden Kosten oder man ebnet alles ein und lässt wieder Gras wachsen.

Wolfgang Holstein
Baden-Baden


Wenn Sie auch einen Leserbrief an die Redaktion senden möchten, nutzen Sie bitte diese E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

In Ausnahmefällen veröffentlicht goodnews4.de Leserbriefe auch unter einem Pseudonym. Die tatsächliche Identität des Verfassers ist goodnews4.de in jedem Fall bekannt.

PDF «Spielregeln» für Leserbriefe an goodnews4.de


Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.