Stele mit Spenden restauriert
Wiedererrichtung der Gedenkstele am Willy-Brandt-Platz – Guter Anlass, die Baden-Badener Geschichte aufzuarbeiten

Baden-Baden, 20.01.2026, Bericht: Redaktion Die Zerstörung der Stele zum Gedenken an die Verschleppung und Ermordung der Baden-Badener Juden in der Zeit des NS-Regimes hat viel Betroffenheit ausgelöst.
Noch immer ist die damalige Geschichte in unserer Stadt kaum aufgearbeitet. Das gilt für die Rolle einflussreicher Familien, die bis vor wenigen Jahren die Geschicke in unserer Stadt wesentlich mitgestalteten und ihre Geschichte nicht aufgearbeitet haben. Daraus resultiert quer durch alle Parteien das Tabu des Namens der «Dr. Ertl-Halle» goodnews4.de berichtete.
Die Mitteilung aus dem Rathaus Baden-Baden vom 19. Januar 2026 im Wortlaut:
Im vergangenen Sommer wurde die Gedenkstele am Willy-Brandt-Platz mutwillig zerstört, dies löste Erschütterung und Entsetzen in der Stadtgesellschaft aus, die Täter konnten nicht ermittelt werden. Dank privater Spenden und einer Spendensammlung der jüdischen Gemeinde konnte der Stein in Teilen restauriert und in Teilen erneuert werden. Die Narben, die dem Stein mit brachialer Gewalt zugefügt wurden, werden sichtbar bleiben. Die Wiedererrichtung findet am Dienstag, 27. Januar, um 17 Uhr, statt, dem internationalen Holocaust-Gedenktag. Erster Bürgermeister Alexander Wieland lädt die Stadtgesellschaft zu einem Innehalten und Gedenken anlässlich der Wiedererrichtung der restaurierten Stele vor der Alten Polizeidirektion ein.
Die Kranzniederlegung zur Gedenkveranstaltung Reichspogromnacht fand noch vor den Überresten des zerstörten Fundaments statt und erinnerte an die antisemitische Tat, die nicht nur eine Entwürdigung des Gedenkens, sondern ein Angriff auf die heutige Gesellschaft war.
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