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Reaktionen zu neu entfachter Idee

Anemone Bippes und Rolf Buttkus gegen autofreie Innenstadt Baden-Baden – „Erboste Anrufe von Unternehmern, darunter vor allem Einzelhändler“

Anemone Bippes und Rolf Buttkus gegen autofreie Innenstadt Baden-Baden – „Erboste Anrufe von Unternehmern, darunter vor allem Einzelhändler“
Anemone Bippes und Rolf Buttkus, Mittelstandsvereinigung Baden-Baden/Rastatt. Fotos: goodnews4-Archiv

Baden-Baden, 10.01.2019, Bericht: Redaktion Viele Diskussionen haben Überlegungen für eine autofreie Innenstadt auch in den Accounts von goodnews4.de in den sozialen Medien ausgelöst. Oberbürgermeisterin Margret Mergen nahm in einem goodnews4-VIDEO-Interview Stellung zu der Idee, die auf den ehemaligen Oberbürgermeister Walter Carlein zurückgeht und von Werner Schmoll, SPD-Stadtrat, neu entfacht wurde. goodnews4.de berichtete.

Auch Anemone Bippes, Vorsitzende der MIT Baden-Baden/Rastatt, meldet sich zu Wort und bezeichnet solche Überlegungen als «Irrwitz aus dem Wolkenkuckucksheim». Die Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung der CDU sieht Handlungsbedarf im Personennnahverkehr und rechnet Werner Schmoll vor, was eine Familie für die Tickets einer gemeinsamen Busfahrt bezahlen müsse. «Dass auch Baden-Badens Dezernent Uhlig mit diesem Gedanken spielt, macht die Sache nicht besser», kritisiert der Bezirksvorsitzende der Mittelstandsvereinigung, Rolf Buttkus, die Überlegungen seines Parteikollegen Alexander Uhlig.

Die Erklärung der MIT Baden-Baden/Rastatt im Wortlaut:

Als «Irrwitz aus dem Wolkenkuckucksheim» bezeichnet die Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung (MIT) Baden-Baden / Rastatt den Vorschlag, die Innenstadt von Baden-Baden für Autos zu sperren. Stadtrat Schmoll macht sich stark für die Idee. «Dass auch Baden-Badens Dezernent Uhlig mit diesem Gedanken spielt, macht die Sache nicht besser», meint der Bezirksvorsitzende der Mittelstandsvereinigung Rolf Buttkus.

«Zahlreiche erboste Anrufe von Unternehmern, darunter vor allem Einzelhändler, haben die MIT erreicht. Sie haben kein Verständnis für den Vorschlag, der ohne Frage Umsatzeinbußen bedeuten würde. Baden-Baden und Zermatt oder Saas-Fee sind mitnichten vergleichbar. Das sind Ferienorte, die fast ausschließlich vom und für den Tourismus leben. Die Konkurrenzsituation ist dort überschaubar. Wem die Verkehrssituation in Baden-Baden zu kompliziert ist, der hat eine große Auswahl − mit Bühl, Rastatt, Achern oder Roppenheim. Wir brauchen endlich ein umfassendes Verkehrskonzept für Baden-Baden. Es muss Schluss sein mit Flickschusterei», so Rolf Buttkus.

«Ein ‘großer Wurf’ für Baden-Baden wäre es, wenn wir den Personennahverkehr endlich attraktiv gestalten würden. Davon hätten alle was − Familien, Einzelhändler, Touristen. Ja sogar die Besitzer von Seniorentickets. Was Schmoll nicht weiß − eine Familie mit zwei Kindern, die von der Cité aus mit dem Bus in die Innenstadt fahren will, bezahlt für die Bustickets im günstigsten Fall 10,90 Euro. Und das nur dann, wenn beide Kinder unter 14 Jahre alt sind. Fahren zwei Paare liegt der Preis bei 19,20 euro hin und zurück. Ich meine, es wäre an der Zeit, den Personennahverkehr so interessant zu machen, dass die Menschen ihn auch nutzen. So bekommen wir auch die Blechlawinen aus der Innenstadt», meint Dr. Anemone Bippes.


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