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Schreiben an Bürgermeister Uhlig

SPD-Stadtrat Schmoll fordert Fahrradstraße zwischen Goetheplatz und Kloster Lichtental – „Nicht Fremersbergstraße, sondern Lichtentaler Allee“

SPD-Stadtrat Schmoll fordert Fahrradstraße zwischen Goetheplatz und Kloster Lichtental – „Nicht Fremersbergstraße, sondern Lichtentaler Allee“
W. Schmoll wünscht sich zu dem Schild in der Fremersbergstraße, das auf einen kreuzenden Touristenzug verweist, auch eines für Fahrradfahrer und Kutschen. Fotos: W. Schmoll/goodnews4-Archiv

Bild Reyhan Celik Bericht von Reyhan Celik
19.08.2020, 00:00 Uhr



Baden-Baden Anlässlich der Entscheidung der Stadtverwaltung, den Straßenabschnitt zwischen der Schiller- und der Friedrichsstraße als Tempo-30-Bereich auszuweisen, goodnews4.de berichtete, wendet sich SPD-Stadtrat Werner Schmoll in einem Schreiben zunächst mit einem Lob an Bürgermeister Alexander Uhlig.

«Mit der Festsetzung eines Tempo-30-Bereichs zwischen der Schiller- und der Friedrichsstraße machen wir die Hauptachse unseres Radverkehrsnetzes ein ganzes Stück sicherer», schreibt Werner Schmoll. Doch ein weiterer Schritt solle «zwingend» folgen.

Die gesamte Lichtentaler Alle zwischen Goetheplatz und Kloster Lichtental solle in eine Fahrradstraße umgewandelt werden. Denn auch bei Tempo 30 bleibe «die Querung des riesigen Platzes beim Stadtmuseum ein Wagnis für viele Fahrradfahrer». Daher seien «bauliche Maßnahmen an dieser Stelle dringend geboten». Statt der Fremersbergstraße solle künftig die Lichtentaler Allee bevorrechtigt sein, die so auch eine großartige Aufwertung erfahren könne.

Das Schreiben von SPD-Stadtrat Werner Schmoll im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Uhlig,
in der Sitzung des Gemeinderates vom 29. Juni 2020 habe ich die Verwaltung gelobt und betont, dass wir, was das Radverkehrskonzept angeht, auf einem guten Weg sind. Die aktuelle Umsetzung eines weiteren Teils unseres 18 Punkte umfassenden Antrages vom 5. November 2019 bestätigt mich in meiner damaligen Auffassung.

Mit der Festsetzung eines Tempo-30-Bereichs zwischen der Schiller- und der Friedrichsstraße machen wir die Hauptachse unseres Radverkehrsnetzes ein ganzes Stück sicherer.

Sehr konsequent verwirklichen Sie damit, was Herr Basse im «Vermerk» vom 30.04.2020 zu unserem Vororttermin im Querungsbereich der Fremersbergstraße beim Stadtmuseum festgehalten hat: «Die Querung der Fremersbergstraße birgt weiterhin erhebliches Gefährdungspotential für Radfahrer. Hier sollte – möglicherweise im Zuge der nächsten Verkehrsschau - geprüft werden, ob zwischen Friedrichstraße und Schillerbrücke eine Temporeduzierung auf 30 möglich ist.»

In unserem Antrag weisen wir allerdings gleich im nachfolgenden Punkt XIV darauf hin, dass die Beschränkung der Fremersbergstraße auf Tempo 30 eine «Sofortmaßnahme» zur Erhöhung der Sicherheit der Fahrradfahrer ist und ein weiterer Schritt zwingend folgen sollte: Die Umwandlung der gesamten Allee zwischen Goetheplatz und Kloster Lichtental in eine Fahrradstraße. Dies ist so im Vermerk von Herrn Basse so festgehalten.

Auch bei Tempo 30 bleibt die Querung des riesigen Platzes beim Stadtmuseum ein Wagnis für viele Fahrradfahrer. Deshalb sind bauliche Maßnahmen an dieser Stelle dringend geboten. Nicht die Fremersbergstraße sollte künftig bevorrechtigt sein sondern die Lichtentaler Allee, die auf diese Weise eine großartige Aufwertung erfahren könnte.

Fürs Erste freut sich meine Fraktion aber über die Umsetzung der von uns angestoßenen Maßnahme, von der nicht nur querende Fahrradfahrer, sondern auch der Touristenzug und die Baden-Badener Kutschen profitieren, die auf ihrem Weg durch die Allee künftig sicherer unterwegs sind.

Vielleicht gibt es sehr bald auch ein Schild, das nicht nur auf das «Bähnle» sondern in erster Linie auf querende Fahrradfahrer (Zeichen 138) und vielleicht auch auf die Baden-Badener Kutschen hinweist. Bisher steht dort nur der Hinweis auf den kreuzenden Touristenzug.

Mit freundlichen Grüßen,
Werner Schmoll


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