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Überlegungen für Mobilitätskonzept für Baden-Baden

Überlegungen für autofreie Innenstadt Baden-Baden - Von Festspielhaus bis Augustaplatz - Bürgermeister Uhlig schreibt Stadtrat Schmoll - Mögliches Vorbild der Schweizer Wintersportort Zermatt

Überlegungen für autofreie Innenstadt Baden-Baden - Von Festspielhaus bis Augustaplatz - Bürgermeister Uhlig schreibt Stadtrat Schmoll - Mögliches Vorbild der Schweizer Wintersportort Zermatt
Stadtrat Werner Schmoll, SPD, und Erster Bürgermeister Alexander Uhlig, Fotos: goodnews4-Archiv

Baden-Baden, 08.01.2019, 00:00 Uhr, Bericht: Christian Frietsch Ideen für größere Würfe kommen aus dem Baden-Badener Rathaus meist nur in Zusammenhang mit einträglichen Baugeschäften für nahestehende Unternehmen. Umso höher zu bewerten ist die Initiative von Stadtrat Werner Schmoll, SPD, der eine Diskussion über die mögliche Zukunft einer autofreien Zukunft der Baden-Badener Innenstadt am Laufen hält. In einem Schreiben, das Alexander Uhlig an den SPD-Stadtrat richtete, erinnert der Erste Bürgermeister an seine Hinweise auf die autofreien Städte Schweizer Orte Zermatt und Saas-Fee.

«Ich kenne beide Orte bisher zwar nur aus der Sicht eines Touristen; dennoch hat mich bei meinen Besuchen das entschiedene und zwangsläufig von jedermann zu akzeptierende Vorgehen der Städte beeindruckt», schreibt Alexander Uhlig zu seinen Kenntnissen der beiden Orte. Ende der achtziger Jahre hatte unter der Regie des damaligen weltoffenen Oberbürgermeisters Walter Carlein eine Delegation aus Baden-Baden den Ort Zermatt besucht, wo schon seit 1931 Autos verboten sind und ausschließlich Elektroautos mit Sondergenehmigungen fahren dürfen. goodnews4.de berichtete.

Zermatt zählt etwa 6.000 Einwohner, in der Baden-Badener Innenstadt leben rund 11.000 Menschen. Walter Carleins Vision war eine autofreie Zone in Baden-Baden auf der Achse zwischen dem heutigen Festspielhaus und dem Augustaplatz und der Achse Kurhaus und Caracalla-Therme. «Ob die Stadt Baden-Baden mit ihren ganzen Bezügen und Einrichtungen denen der Städte Saas-Fee und Zermatt vergleichbar ist, könnte sicherlich bei einer erneuten Exkursion des Gemeinderats und einem Gespräch mit den in den Schweizer Orten Verantwortlichen geklärt werden», schreibt Alexander Uhlig an Werner Schmoll. Zu den Überlegungen eines großen Wurfs, der zur Kultur- und Gesundheitsstadt Baden-Baden wohl gut passen würde, schreibt Alexander Uhlig: «Im Zuge der Diskussion zur Stärkung des Umweltverbundes ist die Frage, ob eine Stadtbahn für Baden-Baden weiter verfolgt werden kann oder, wie schon geschehen, ad acta gelegt wird, zu beachten. Wie Sie wissen, wurde das Ingenieur-Büro PTV beauftragt, die seinerzeitigen Untersuchungen den aktuellen Verhältnissen anzupassen. Frau Oberbürgermeisterin Margen und ich wurden unlängst über den aktuellen Stand der Überlegungen unterrichtet.» Eine Information des Gemeinderats sei für den Februar 2019 geplant. Der Erste Bürgermeister macht darauf aufmerksam, dass Problemzonen der Innenstadt «im Zuge von ohnehin anstehenden Baumaßnahmen demnächst autofrei werden müssen», Er denke dabei «an die Baumaßnahme Fieserbrücke, die die Verbindung zwischen Lichtentaler Straße über die Kreuzstraße und die Kaiserallee beeinflussen wird. Mit Sicherheit lassen sich aus dieser ‘Zwangsmaßnahme’ weitere Erkenntnisse für eine sukzessive Verlagerung des MIV* aus der Innenstadt heraus gewinnen.»

PDF Schreiben von Werner Schmoll an Ersten Bürgermeister Uhlig
PDF Antwort von Erster Bürgermeister Uhlig

*Anmerkung d. Redaktion: MIV = Motorisierter Individualverkehr


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