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Statistisches Landesamt veröffentlicht Zahlen

48,9 Prozent weniger Touristen in Baden-Württemberg im Corona-Jahr – Einbruch in Baden-Baden mit 56,4 Prozent

48,9 Prozent weniger Touristen in Baden-Württemberg im Corona-Jahr – Einbruch in Baden-Baden mit 56,4 Prozent
Alle sehnen sich nach den guten alten Zeiten zurück. Foto: Archiv

Bild Nadja Milke Bericht von Nadja Milke
10.02.2021, 15:00 Uhr



Stuttgart Die Erfolgsgeschichte ist unterbrochen, schreibt das Statistische Landesamt zu den aktuellen Tourismuszahlen für Baden-Württemberg. Die Anzahl der Übernachtungen fällt unter die 35 Millionen-Marke und die Gästezahl ist damit gegenüber dem Vorjahr nahezu halbiert.

Im Jahr 2019 hatte die Tourismusbranche in Baden-Württemberg zuletzt mit über 57 Millionen Übernachtungen ein Rekordergebnis erreicht.

48,9 Prozent beziehungsweise insgesamt rund elf Millionen weniger Gäste in Baden-Württemberg ist die Bilanz für das Corona-Jahr 2020. Die Jahreszahlen würden nochmals in aller Deutlichkeit zeigen, wie schwer die Tourismusbranche von den Auswirkungen der Pandemie getroffen wurde, erklärte der für Tourismus zuständige Minister Guido Wolf in Stuttgart. Noch härter hat es Baden-Baden getroffen. Mit einem Rückgang um 56,4 Prozent bei den Gästeankünften lag Baden-Baden, wie in den Nicht-Corona-Jahren davor auch schon, schlechter als der Landesschnitt. 201.200 Ankünfte zähle das Statistische Landesamt für Baden-Baden im Jahr 2020 und 521.100 Übernachtungen, das entspricht einem Minus von 48,6 Prozent. Die Zahlen beziehen sich jeweils auf die «geöffneten Beherbergungsbetriebe / auf Campingplätze mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten beziehungsweise Stellplätzen».

Zu den Hilfsmaßnahmen der Landespolitik für die Branche erklärte Guido Wolf: «Wir helfen dem Tourismus als Leitökonomie in Baden-Württemberg, wo wir können: Mit der ins Jahr 2021 verlängerten Stabilisierungshilfe Corona für das Hotel- und Gaststättengewerbe in Höhe von 330 Millionen Euro, mit einem weiteren Investitionsprogramm für Tourismusbetriebe in Höhe von 12 Millionen Euro, einer Stabilisierungshilfe für kommunale Thermen in Höhe von 15 Millionen Euro sowie mit Mitteln für ein innovatives Tourismusmarketing im Inland und grenznahen Ausland in Höhe von 8 Millionen Euro». Auf Anfrage von goodnews4.de teilte das Justizministerium mit, dass die Stabilisierungshilfe für kommunale Thermen in Höhe von 15 Millionen Euro nicht für im landesbesitz stehende Thermalbäder wie die Caracalla Therme gedacht sind, sondern lediglich für Thermen in direkter kommunaler Trägerschaft, da diese von den Stabilisierungshilfen des Bundes ausgeschlossen waren. Ansonsten gilt für Guido Wolf das Prinzip Hoffnung. «Nach den aktuellen Einschränkungen werden jedenfalls Kurzurlaube vor der Haustür schnell wieder sehr gefragt sein. Wir alle hoffen, dass diese Zeit schnell kommt.»

Bild Statistik


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